BASEL
Die Spanierin Sol Bilbao Lucuix ist ausgebildete Tänzerin und Choreografin und ist seit 2008 Ballett-Enselmblemitglied am Theater Basel. Seit 2009 choreografiert sie für die Reihe DANCELAB am Theater Basel und erarbeitet eigene Stücke für die freie Szene in der Schweiz und international.
GENF
Marco Berrettini wurde 1963 in Aschaffenburg, Deutschland geboren und ist ein zeitgenössischer Choreograf und Tänzer. Als er 1978 den Titel Deutscher Disko-König gewann, entfachte sein Interesse für Tanz. Gestärkt durch diesen Gewinn immatrikulierte er sich nach der Matur als Tanzstudent bei der London School of Contemporary Dance, er diplomierte an der Folkwangschule Essen unter der Direktion von Hans Züllig und Pina Bausch. Er tanzte für zahlreiche europäische Choreografen, unter anderem für Georges Appaix, François Verret und Pina Bausch.
BISHER IM ROXY 2016: iFeel3
KROATIEN
Sasa Bozic ist ein kroatischer Dramaturg und Theaterdirektor, der sein Wirkungsbereich vornehmlich beim zeitgenössischen europäischen Tanz gefunden hat. Er arbeitete als Dramaturg mit zahlreichen bekannten europäischen Choreografen und Choreografinnen zusammen, etwa Isabelle Schaad (Deutschland), Simone Aughterloney (Schweiz), Francesca Scavette (Norwegen/Italien), Martina Pisani (Frankreich), Dalija Acin (Serbien), Ksenija Zec (Kroatien) und Snjezana Abramovic (Kroatien). Als Dramaturg gelang es Sasa Bozic mit einigen kroatischen Theater- und Tanzproduktionen namhafte Preise zu gewinnen. Für die Arbeit HANDLE WITH GREAT CARE gewann er mit der serbischen Künstlerin Dalija Acin beim Jardin d‘Europe den ersten Preis beim Impulstanz Festival 2008 in Wien.
In der Vergangenheit kamen zahlreiche Zusammenarbeiten mit renommierten Theaterhäusern zustande, dem Hebbel am Ufer (Deutschland), Kaaitheatr (Belgien), Pact Zollverein (Deutschland), Gessnerallee (Schweiz), The National Dance Centre (Finnland) und dem Beogradsko dramsko pozoriste (Serbien).Bekannt ist zudem Sasa Bozics freie Theatergruppe "de facto" die er zusammen mit Barbara Matijevic unterhält.
DEUTSCHLAND
Geboren 1977 in Bratislava, studierte Aljoscha Begrich Kunstgeschichte, Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin, Buenos Aires und Mexiko City. Er ist seit 2003 am Theater tätig: als Bühnenbildner zum Beispiel am Schauspielhaus Bochum, an der Columbia University New York und am Hebbel am Ufer in Berlin sowie seit 2006 mit der freien Gruppe lunatiks produktion. Seit 2009 ist er Dramaturg am Schauspiel Hannover, wo er DIE WELT OHNE UNS konzipierte. Als Dramturg arbeitete er ausserdem an REMOTE X von Stefan Kaegi. Darüber hinaus ist er mit dem Graffitimuseum künstlerisch aktiv, mit dem er unter anderem im Beirut Art Center sowie der Bblackboxx Basel auftrat.
BASEL
Bufo Makmal ist ein Basler Choreografinnen- und Tänzerinnenkollektiv, das gemeinsam an der Konzeption, Inszenierung und Darstellung von Tanzperformances arbeitet. Die Tänzerinnen und Choreografinnen Margarita Kennedy, Clea Onori, Rosie Terry Toogood und Pascal Moor als Produzent, verstehen sich als Kern dieser dynamischen Gruppierung, um den sich ein wachsendes Pool von Künstler und Künstlerinnen befindet. Bufo Makmal ist von Pro Helvetia für die Jahre 2017-2018 ins Programm YAA!-Young Associated Artist am ROXY Birsfelden aufgenommen worden und verbindet das Haus mit dem Kollektiv an eine zweijährige Partnerschaft.
Bufo Makmal erforscht das Kollektiv als Labor. Eigenschaften, Methoden und Strategien werden aus verschiedenen Perspektiven analysiert und in jeder neuen Produktion werden neue Lösungen präsentiert. Die Bufo Makmal Konstellationen können sich ändern und die Rollen und Aufgabenbereiche rotieren. Unterschiedliche Hintergründe und verschiedene Erfahrungen fliessen in den gemeinsamen Schaffungsprozess mit ein. Dadurch entsteht ein kreativer Austausch, den das gemeinsame Interesse nährt, vielschichtig komplexe Kompositionen zu kreieren und eine Bewegungssprache zu pflegen, die vermeintliche Gegensätze wie Kraft, Sensibilität und Sinnlichkeit vereint.
SCHWEIZ (TESSIN)
Camilla Parini begann 2004 mit dem Teatro delle Radici zu arbeiten (Regie: Cristina Castrillo, Schweizer Theaterpreis 2014) und war Teil verschiedener Shows und Festivals in Argentinien, Chile, Kuba, Dänemark, Ecuador, Italien und Peru.
2012 schloss sie Ihre Ausbildung an der Scuola Paolo Grassi in Mailand ab, wo sie auch ihre ersten Erfahrungen als Regisseurin sammelte. Vertiefende Erfahrungen sammelte sie mit Les Ballets C de la B, dem Wuppertal Tanztheater, der Trisha Brown Dance Company, Peeping Tom, Nicole Seiler, Geraldine Pilgrim, Iris Erez, Violeta Luna und Masaki Iwana.
2013 gründete sie ihre eigene Company Collettivo Ingwer.
Anahì Traversi hat argentinische und Schweizer Wurzeln. 2011 schloss sie ihr Studium am von Giorgio Strehler gegründeten und von Luca Ronconi geleiteten Piccolo Teatro in Mailand ab.
Sie nahm am biennalen Theaterkurs des Teatro Laboratorio Toscana von Federico Tiezzi teil und arbeitete mit Riccardo Muti, Carmelo Rifici, Federico Tiezzi, dem Teatro Sociale Bellinzona, dem RSI Radiotelevisone svizzera und dem Teatro i in Mailand.
2014 war sie Mitbegründerin des Kollektivs Azimut und produzierte LA EXTRAVAGANZIA#0 (eingeladen zum Schweizer Theatertreffen 2015 in Winterthur). 2015 arbeitete sie zusammen mit LuganoInScena in Tschechows MÖWE (Regie: Carmelo Rifici, koproduziert vom Piccolo Teatro di Milano). 2016 erarbeitete sie mit Zeno Gabaglio POVERA ANIMA Für das NEW SHAKESPEARE SONGBOOK-Projekt zusammen mit BBC, EBU, ORF und RSI.Die geborene Zürcherin Nicole Seiler performte zunächst in Produktionen verschiedener Künstler, bevor sie 2002 ihre eigene Kompanie in Lausanne gründete, mit der sie international tourt.
In ihrer Arbeit spielen Bild und Video eine große Rolle und es entstehen so unterschiedlichste Formate wie Bühnenstücke, Videoarbeiten, Performances und choreografische Installationen.
MOSAMBIK
Panaibra Gabriel Canda studierte Theater, Tanz und Musik in Mosambik und Portugal. Seit 1993 entwickelt er eigene Stücke und eröffnete 1998 das Kulturzentrum CulturArte in Maputo. Er zeigt seine vielfach ausgezeichneten Arbeiten in Afrika, u.a. auf der Biennale Danse l’Afrique danse und in Europa u.a. beim Kunstenfestivaldesarts in Brüssel. Er zählt zu den Partnern des deutsch-afrikanischen Projekts DANCE DIALOGUES AFRICA, das den Dialog zwischen wichtigen Tanzzentren in Deutschland und Afrika vorantreibt.
SCHWEIZ (BASEL)
Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat das Cathy Sharp Dance Ensemble zahlreiche Produktionen realisiert und dabei in seiner konzeptionellen Arbeit vier Schwerpunkte verfolgt. Das Wichtigste war das Ensemble-Prinzip. TänzerInnen aus dem In- und Ausland blieben durchschnittlich drei Jahre. Durch diese Kontinuität konnte sich die Qualität der Produktionen und Fähigkeiten der TänzerInnen entwicklen. Auch suchte das Ensemble jedes Jahr nach Möglichkeiten in die Schweiz und/oder im Ausland auf Tournee zu gehen. Das CSDE hat über die Jahre an verschiedene internationalen Tanzfestivals teilgenommen und längere Tourneen gemacht. 2011 gastierte das Ensemble in Hong Kong; 2012 in Brisbane, Australien. Viele Choreografien zeichnete Cathy Sharp selber. Gleichzeitig war es stets ein Anliegen des Ensembles, jeweils eine Produktion pro Jahr mit einem/einer Gastchoreograf/in zu erarbeiten. U. A. haben Nils Christe, Richard Wherlock und Regina van Berkel für das CSDE kreiert. Als vierter Schwerpunkt hat sich das CSDE seit seiner Entstehung für die Nachwuchsförderung und die Einbeziehung des jungen Publikums engagiert. Junge TänzerInnen, die ihre Ausbildung an professionellen Schulen abgeschlossen hatten, erhielten die Gelegenheit, einige Zeit aktiv im Ensemble zu verbringen.
Samuel Déniz Falcón ist ein spanischer Tänzer und Choreograf. In Madrid studierte er bis 2003 Tanz am Real Conservatorio Profesional de Danza. Er arbeitete bereits mit dem Ballet Carmen Roche (Madrid), der La Mov Dance Company (Saragossa) und von 2009 – 2015 mit dem Tanz Luzerner Theater (Schweiz). Am ROXY zeigt er sein Solo DENTRO DE ESTA PIEL, in welchem er Initiationsmomente eines menschlichen Lebens anhand seiner eigenen Biografie untersucht.
SCHWEIZ (TESSIN)
Die Tessiner Choreografin und Tänzerin Lorena Dozio arbeitet kontinuierlich an einer feinfühligen Bewegungssprache, die die Grenzen zwischen Materialität und Immaterialität, Schwerkraft und Schwerelosigkeit auslotet. Ihre Arbeiten werden in der Schweiz und international aufgeführt.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Anna Degen wurde 1995 in Basel geboren. Ab dem Alter von 7 Jahren begann sie einmal wöchentlich in den Tanzunterricht zu gehen, mit 12 Jahren nahm sie dann zusätzlich 2 Mal pro Woche Ballett. 2009 tanzte sie an der Ballettschule Basel vor und wurde angenommen. Mit 15 Jahren kam Anna in die Ausbildungs-Tanzklasse. 2012 verliess sie das Stadttheater und trainierte wöchentlich Zeitgenössischen Tanz, Improvisation, Jazz, Ballett und internationale Volkstänze (Schwerpunkt auf Tänze aus dem Balkanraum und Israel). Im Sommer 2013 begann sie mit ihrem Studium an der HF für Zeitgenössischen und Urbanen Bühnentanz in Zürich. Anna choreographierte schon früh eigene Stücke, sowohl Gruppenchoreographien als auch Soli. 2012-13 schrieb sie ihre Abschlussarbeit über Tanz, in der sie sich unter anderem intensiv mit verschiedenen zeitgenössischen Tanztechniken befasste. Aus den Inspirationen, die sie in der praktischen wie auch theoretischen Auseinandersetzung mit diesen Techniken gewann, choreographierte und präsentierte sie ein Solo unter dem Titel WIE KANN ICH DENN – BITTE SCHÖN – FREI SEIN?
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Die Performancegruppe Destiny’s Children hat sich während des Studiums an der Hochschule der Künste Bern formiert. Sie besteht aus den beiden Performerinnen und Autorinnen Annina Machaz und Mira Kandathil. Zusätzlich unterstützt wird das Duo von Nils Amadeus Lange. Während der Ausbildung haben sich erste experimentartige Zusammenarbeiten ergeben - sie entdeckten bald eine gemeinsame künstlerische Sprache. Sie wurden durch dieselben Inhalte und Atmosphären bewegt und sie verspürten eine spezielle Verbundenheit zum jeweils anderen künstlerischen Selbst und haben sich gegenseitig inspiriert. Oft sind sind sie auch auf ihr ähnliches und doch so verschiedenes Äusseres und ihre spezielle Wirkung angesprochen worden.
Extraleben ist eine Produktion und Label für Theater und Live-Performances. In ihren Produktionen verstehen sie sich gleichermassen als Weltenerzeuger und deren Dekonstrukteure.
Gegründet wurde Extraleben im Jahr 2012 von Benjamin Burger. Die Arbeiten von Extraleben lassen sich nicht auf ein Genre oder Medium festlegen. Je nach Projekt werden unterschiedliche Crews zusammengestellt, die dann ihr gemeinsames Projekt und Anliegen spezifisch organisieren und realisieren. Mit jedem Projekt ändert sich somit die Wahl der Mittel, Ästhetik und des Settings. Gemeinsam ist ihren Produktionen und kritischen Auseinandersetzungen die Exploration von utopischen Gedankenräumen und einer spekulativen Weltsicht.
Das Duo EW, bestehend aus dem plastischen Künstler Arnaud Gonnet und Choreograf Martin Roehrich, ist eine multidisziplinäre Gruppe, die 2010 in Genf gegründet wurde. Sie untersuchen die Interaktion zwischen Körpern in unserer von Technologie geprägten Zeit. Sie orientieren sich dabei häufig an spekulativen Zukunftstheorien und lassen sich von Science-Fiction inspirieren.
TUNESIEN
Educated at the Institut supérieur d'art dramatique (ISAD) of Tunis, choreographer Radhouane El Meddeb was rewarded as 'young hope of the Tunisian theatre' in 1996 by the Tunisia section of the International Theatre Institute. Subsequently, he was selected to participate in the education and research courses at the Théâtre National de Toulouse under the direction of Jacques Rosner.
In Tunisia he worked with key artists of the Arab world such as Fadhel Jaïbi, Taoufik Jebali and Mohamed Driss. In France he collaborated with theatre directors Jacques Rosner, Lotfi Achour and Catherine Boskowitz, and with authors such as Adel Hakim and Natacha de Pontcharra. He performed in two films by Férid Boughedir (Un été à la Goulette et Halfaouine, l’enfant des terrasses) and took dance classes with Jean-Laurent Sasportès and Lisa Nelson.
In 2005 he created his first dance solo, performing himself, Pour en finir avec MOI, followed by a creation for Montpellier Danse in 2006, Huwa, ce lui. In 2007, Radhouane performed in Héla Fattoumi and Eric Lamoureux' 1000 Departures of Muscles. In 2008 he created Quelqu’un van danser..., commissioned by the festival Rencontres Chorégraphiques de Seine-Saint-Denis. That same year, invited by choreographer Salia Sanou, he conceived a culinary dance performance for the event « Sonorités et corps d’Afrique », entitled Je danse et je vous en donne à bouffer. It premiered at Centre National de la Danse and is still a highly demanded piece. In 2010 he created his first group piece, Ce que nous sommes, premiering as well at the Centre National de la Danse. Other works since: Chant d’amour (2011), Aletroit (2011), Tunis, 14 janvier 2011 (2011), Sous leurs pieds, le paradis (2012), and Nos Limites (2012, a piece for two young circus performers, produced by the 104-Centquatre in Paris). In spring 2014 followed Au temps où les Arabes dansaient... (2014) premiered at CDC Toulouse. Radhouane is associate artist at 104 - Centquatre in Paris since 2011.
ENGLAND
Tim Etchells ist Kopf der weltberühmten englischen Theatercompagnie FORCED ENTERTAINMENT. Mit seinen Stücken, Durational Performances, installativen Arbeiten und Texten gehört er zu den stilprägenden Theaterkünstlern der letzten zwanzig Jahre. Etchells Künstlergruppe FORCED ENTERTAINMENT erhielt 2016 den Internationalen Ibsen-Preis in Norwegen. Im selben Jahr erhielt Etchells den Spalding Gray Award. Über die eigene Arbeit sagt Tim Etchells:
Across the range of my work I use strong, simple, sometimes comical means to get to serious ideas.
Gemeinsam mit Meg Stuart war Tim Etchells in der Performance SHOWN AND TOLD (2016) zu sehen.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Diane Gemsch, geboren 1987 ist eine junge Tänzerin aus Zürich.
Sie studierte von 2006 bis 2010 an der Fontys Hoogschool voor de Kunsten in Tilburg, Holland, sowie am Royal Conservatory of Dance in Antwerpen, Belgien, und schloß mit einem Bachelor of Performing arts in Dance ab.
Seither ist sie in verschiedenen Bühnenproduktionen, als auch interdisziplinären, als auch site specific Performances in In- und Ausland zu sehen. Daneben unterrichtet sie auch Kinder und Erwachsene in zeitgenössischem Tanz und ist als Choreografin auch für Theaterproduktionen beschäftigt.
DEUTSCHLAND
Émilia Giudicelli wurde 1985 geboren und tanzte neun Jahre lang in verschiedenen Häusern und Kompanien wie dem Theater Dortmund, dem Staatstheater Braunschweig, dem Theaterhaus Stuttgart, dem Staatstheater Wiesbaden, dem Steptext Dance Project, dem Scottish Dance Theater, der 3art3 Compagnie. Als Performerin hat Émilia u.a. mit Philippe Grandrieux oder Jan Fabre zusammengearbeitet. Seit 2007 beschäftigt sich Émilia mit ort- und zeitspezifischen Performances mit besonderem Fokus auf den Körper als Katalysator von philosophischen Texten. 2013 gründete sie zusammen Samuel Fried Fluoressenz wobei die gemeinsamen Arbeiten IGYOO, KNOWING THAT X WITHOUT BELIEVING THAT X und VIVATUS, VIVATA, VIVATUM entstanden, die den Begriff des Konzerts als Ort der Einigkeit und als musikalische Form herausforderten. Im Jahr 2013/14 war sie Teil des Laboratoire chorégraphique de l´Abbaye de Royaumont. Zur Zeit studiert sie am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen bei Prof. Bojana Kunst.
ISLAND
Katrín Gunnarsdóttir wurde 1986 in Island geboren. Sie studierte Zeitgenössischen Tanz an der Iceland Academy of the Arts und Choreografie an der ArtEZ, institute of the Arts in den Niederlanden und ist Choreografin und Performerin.
Ihre Arbeiten wurden an zahlreichen Tanzhäusern und Festivals in Island gezeigt u.a. im Tjarnarbíó Theatre, Reykjavík Dance Festival, Everybody´s Spectacular, The National Theatre of Iceland, ACT Alone Festival und A! Performance Festival. Seit 2014 präsentiert sie ihre Stücke international.
Katrín Gunnarsdóttir wurde mit Gríman ausgezeichnet - The Icelandic Performing Arts Award, als Tänzerin des Jahres (2017) für ihre Soloperformance SHADES OF HISTORY und als Choreografin des Jahres (2018) für ihr neustest Werk CRESCENDO.
SCHWEIZ (BASEL)
Ursina Greuel ist Regisseurin, mit Schwerpunkt auf zeitgenössische Dramatik. Von 1999 bis 2004 hatte sie die Ko-Leitung der Autorenreihe ANTISCHUBLADE im Basler Raum33 inne, sowie des Nachfolgeprojekts PRIMADRAMA am Vorstadttheater Basel. Von 2000 bis 2005 war Greuel Kuratorin für die Schweiz beim internationalen Jungdramatikertreffen Interplay. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe spoken script des Verlags Der Gesunde Menschenversand in Luzern. Gemeinsam mit dem Autor Guy Krneta gründete sie 2002 die Theatergruppe Matterhorn-Produktionen, mit der sie seither kontinuierlich zusammenarbeitet.
SCHWEIZ (WALLIS/ZÜRICH)
Cosima Grand, geboren in Leuk (VS), absolvierte die Ausbildung Formation d’Artiste Chorégraphique am CNDC d’Angers, unter der Leitung von Emmanuelle Huynh. Sie war Mitglied der formation/compagnie Marchepied in Lausanne und studierte Übersetzung in Genf. Sie arbeitet regelmässig mit Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Sparten zusammen, wie zum Beispiel mit der Texterin Sabrina Zimmermann für ME MYSELF AND I und mit dem Filmemacher Davide Prudente für das Kurzstück BEMYSELFANDDIE , das am Festival Antigel 2013 uraufgeführt und mit dem Förderpreis der Fondation Bea pour jeunes artistes ausgezeichnet wurde. Am Choreographic Laboratory 2015 lernt sie den Videokünstler und Performer Aldir Polymeris kennen, mit dem sie für CTRL-V das erste Mal zusammenarbeitet. Mit Oliver Roth, der CTRL-V als Dramaturg begleitet, hat sie schon für mehrere Projekte und Recherchearbeiten kollaboriert.
KROATIEN
Petra Hrascanec begann ihre Tanzausbildung in Zadar und führte sie an der School for contemporary dance Ana Maletic in Zagreb weiter, um sie schliesslich an der Salzburg experimental academy of dance abzuschliessen. Sie war Teil der Studio Contemporary Dance Company und ist Mitbegründerin der Künstlervereinigungen dance lab collectiv und 21:21. Sie arbeitete mit Choreographen wie Matthew William Smith, Begum Erciyas, Sanja Petrovski, Katarina Durdevic, Sanja Tropp Fruehwald, Matija Ferlin, Ksenija Zec und Sasa Bozic zusammen. Petra Hrascanec ist Gewinnerin des Croatian Drama Artist Prize 2012 für die beste weibliche Tanzperformance in dem Solo LOVE WILL TEAR US APART. Sie unterrichtet Profitanz im Studio Contemporary Dance Company, Zadar dance company, SEAD und der Academy of dramatic art in Zagreb.
SCHWEIZ (BASEL)
Der gebürtige Grieche Kiriakos Hadjiioannou lebt und arbeitet in Basel. Er studierte Tanz an der National School of Dance in Athen und Choreografie und Performance an der Universität Giessen in Deutschland. 2007 zog er nach Berlin um seine Erfahrungen im zeitgenössischen und experimentellen Tanz weiter zu vertiefen. Als Performer arbeitete er bereits mit zahlreichen Choreografen und Künstlern aus ganz Europa zusammen. Zur Zeit ist er in Produktionen von Martin Schick und Alexandra Bachzetsis zu sehen. Seine künstlerische Arbeit beschäftigt sich vor allem mit dem Körper und der Auseinandersetzung mit verschiedenen Tanzstilen in einem historischen Kontext. Geschichte soll fühlbar und sichtbar gemacht werden. Hadjiioannous Ziel ist es durch seine Arbeiten neue kulturelle und politische Landschaften zu kreieren. Der Körper verschmilzt mit der Umgebung, die TänzerInnen erschaffen neue Räume anstatt diese nur zu repräsentieren.
DEUTSCHLAND
HENRIKE IGLESIAS ist ein queerfeministisches Theaterkollektiv based in Berlin und Basel und wurde 2012 von Anna Fries, Laura Naumann, Marielle Schavan und Sophia Schroth gegründet. Sie kennen sich seit dem Sportgymnasium. Ihr theatrales Einsatzgebiet erstreckt sich vom Populären über das Persönliche zum Politischen. Sie begreifen popkulturelle und massenmediale Phänomene als Spiegel gesellschaftlicher Zu- und Missstände und haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese aus explizit weiblichen* Perspektiven zu beleuchten. Sie treten gern als Feminist Killjoys, DJ Henrike Iglesias und als Internetuserinnen auf.
Mit ihrem Debüt WIR KOMMEN NICHT AUS DEM SHOWBIZ (AUCH WENN MAN DAS VIELLEICHT DENKEN KÖNNTE) gewannen sie 2013 den Publikumspreis beim 100° Berlin Festival der Sophiensæle. 2014 entstand I CAN BE YOUR HERO BABY in der Residenz des Schauspiel Leipzig. Für das Festival MÄNNER IN GARAGEN der Sophiensæle entwickelten sie 2014 die Performance EROTISCHE AUßENREINIGUNG IHRES PKWS OHNE TROCKNUNG ODER: CAR WASH. Es folgten 2016 die Performance GRRRRRL, in der sie Zuschreibungen des „Bösen“ in Bezug auf Frauen* untersuchten, 2017 #HELDINNEN am Theater Bielefeld in Zusammenarbeit mit Schauspielerinnen des Ensembles, sowie erstmalig im Rahmen des Festivals The Future is F*E*M*A*L*E* das Workshop-Format ACADEMY. Die ACADEMY ist eine feministische Traum-Schule und eignet sich hervorragend als Rahmenprogramm für Festivals. 2018 waren Henrike Iglesias mit einer Flugnummer in 1968 - EINE BESETZUNG DER MÜNCHNER KAMMERSPIELE zu sehen und produzierten den feministischen live-Porno OH MY, der nun tourt und der 2019 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen wurde. Bis 2020 befinden sich Henrike Iglesias in einer Doppelpass-Partner*innenschaft mit den Münchner Kammerspielen und dem jungen theater basel, in der 2019 FRESSEN entstand, das nun ebenfalls tourt.
Zur festen Crew Henrike Iglesias gehören zudem Eva G. Alonso für Licht und Video, sowie Malu Peeters für Musik & Sound. Angezogen werden sie von Mascha Mihoa Bischoff. Ihr Produktionsbüro ist die ehrlicheARBEIT
twitter.com/IglesiasHenrike
Bisher im ROXY 2014: I CAN BE YOUR HERO BABY 2016: GRRRRRL, 2018 + 2019: OH MY
SCHWEIZ (BERN)
Bei DAYS OF THE DEAD arbeiten die zwischen Berlin und Bern agierenden Künstler_innen der Ad-hoc-Gruppe Happy End Company zum ersten Mal zusammen. Das Kollektiv vereint Erfahrungen aus unterschiedlichsten Hintergründen und teilt das Interesse für multidisziplinäre Performances, nicht hierarchische Probenprozesse und eine schrille, von der Popkultur beeinflusste Ästhetik.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Jessica Huber wurde 1978 geboren und studierte Tanztheater, Tanzwissenschaften und Choreographie am Laban Centre London und an der University of London, Bachelor 2002. Sie tanzte und arbeitete für und mit Cie. Estelle Héritier, Cie. Hideto Heshiki, Cie. Philippe Saire, PiccoliProduction, Ant Hampton und Laurent Kropf. Seit 2006 choreographiert sie eigene Arbeiten, die sie national und international zeigt. Sie ist Mitbegründerin von mercimax, Theatergruppe und Performance-/Installationskollektiv in Zürich. 2010 hat sie den Anerkennungspreis Tanz der Stadt Zürich erhalten, 2012/2013 hatte sie ein Atelierstipendium des Kantons Zürich, 2012 bekam sie mit mercimax den Kulturpreis Theater der Stadt Zürich.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Jurczok ist ein Künstler, der sich seit seinen Anfängen als Rapper stets um eine eigene Sprache, eine eigene Ausdrucksweise bemüht hat. Und immer stand das einzelne, neue Stück im Zentrum. Um Genres und Sparten hat er sich hingegen nie gekümmert. So ist Jurczok über die Jahre zu einem umfassenden Stimm- und Wortkünstler geworden. Eindrücklich hat er das mit seinem letzten Programm SPOKEN BEATS am Theater Neumarkt im März 2012 unter Beweis gestellt: Filigrane Gesangsstücke folgten auf komplexe Human Beatboxnummern und plötzlich genügten gar ein paar wenige Silben, gezielt moduliert, um die Sprache selbst zu Musik werden zu lassen. Publikum und Presse waren begeistert.
SLOWAKEI
Mária ist eine junge multidisziplinäre Künstlerin aus der Slovakei. Sie schloss den Bachelor in Digitalen Medien an der Acadamy of Arts ab. Während ihrem Studium erhielt sie ein Stipendium, um an der École de recherche graphique in Belgium zu studieren, direkt gefolgt von einem Praktikum am CIANT - International Centre for Art and New Technologies. Zur Zeit absolviert sie den Master am FAMU Center for Audiovisual studies in Prag, wo sie zu tanz-technischen und technologischen Praktiken forscht. Sie hat verschiedene Workshops zum Gebrauch von neuen Technologien und Bio-Sensoren im Feld des Zeitgenössischen Tanz durchgeführt. Zuletzt hat sie am Dutch Electronic Festival in Rotterdam, dem Cinedans festival in Amsterdam und am Creative coding lab in Berlin teilgenommen.
TSCHECHIEN
Markéta Kuttnerová schloss 2011 ihr Studium an dem Dance Conservatory Duncan centre in Prag ab und studierte im Anschluss an der Fontys Hogeshool door de Künsten in Holland. Danach wurde sie Teil der Tanzgruppe E.K.S.o.s und begann in der selben Zeit ihren Fokus auf das eigene künstlerische Produzieren zu richten. Dabei konnte sie ihre Choreografien schon bald im Ausland zeigen (Ungarn, Deutschland, Russland und Frankreich). In ihrem experimentellen Bewegungsprojekt TENZE verwendete sie elektronisches Equipment zur Muskelstimulation. Im Rahmen des Förderprogramms vom Tanzbüro und dem Cathy Sharp Dance Ensemble realisiert Markéta Kuttnerová die Choreografie ZELLE, die im H95 uraufgeführt wurde. Mit dem Solo V ZEMI konnte sie den angesehenen Cena Jarmily Jeřábkové-Preis gewinnen. Zudem hat sie das Stück TENSION produziert, bei dem elektrische Impulse die Bewegungen von anderen TänzerInnen beinflusst werden.
SLOWENIEN
Mala Kline ist Performerin, Choreografin, Forscherin und Schriftstellerin. Sie besitzt einen BA in Philosophie und Komparatistik (UL; Ljubliana) und einen Masterabschluss in Theater (DasArts, Amsterdam). Ihre autorenbasierte Arbeit ist in eine Technologie des Träumens eingebettet - auf der affektierenden und transformierenden Performativität von Bilder basierende kreative und performative Praktiken. Dabei ist sie umfangreich in verschiedene Forschungstätigkeiten eingebunden. Momentan errichtet sie in unterschiedlichen europäischen Städten ein Netzwerk von Traumlaboratorien (DREAMLAB), innerhalb derer sie sich längerfristige mit unterschiedlichen kommunalen Forschungs- und Produktionsformaten rund um das Thema von Sprache als orakelhafte Maschine beschäftigt. Darüber hinaus studiert Mala Kline an der School of Images (NYC) und schreibt an der Philosophischen Fakultät in Lubljana an ihrer Dissertation über Ethnizität in den performativen Künsten. In Slowenien erhielt sie wichtige zeitgenössische Tanz-Auszeichnungen: Den Golden Bird Award (Zlata ptica), den Triton Award und kürzlich die Ksenja Hribar-Auszeichnung als innovativste Choreografin.
Erstmalig ans ROXY führt sie ein Gastspiel im Rahmen von Culturescapes 2013.
SCHWEIZ (BASEL)
KURZER PROZESS wurde anlässlich von Treibstoff 2011 vom Regisseur Tumasch Clalüna ins Leben gerufen. Die Gruppe interessiert sich für Grenzbereiche der menschlichen Psyche, Extremerfahrungen und deren Verarbeitungswege. Dazu sucht KURZER PROZESS nach neuen Mitteln, das Publikum in seiner Rezeptionshaltung herauszufordern. Basis dafür ist ein gesteigertes Bewusstsein für die Geschichte des Sprechtheaters, nicht nur im deutschen, sondern auch im angloamerikanischen und französischen Sprachraum; und der Antike. Der Name KURZER PROZESS bezieht sich auf eine konsequent schnelle und kompromisslose Arbeitsweise, die auf ein Ergebnis fokussiert ist.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Sebastian Krähenbühl und Lukas Bangerter blicken beide auf eine fünfzehnjährige Laufbahn als Schauspieler und Regisseure an festen Häusern in Deutschland und Österreich und in der freien Szene in der Schweiz zurück. 2012 haben sie sich zusammengetan um das Projekt „Die Bedürfnisse der Pflanzen“ zu entwickeln. Beide Theatermacher ergänzen sich symbiotisch in ihrer Obsession für feinmechanische Bühnenereignisse und ihrem eigenwilligen Umgang mit dokumentarischem Material.
DEUTSCHLAND
Samuel Koch wurde 1987 geboren und schon früh galt seine Begeisterung dem Sport. Bereits mit 6 Jahren begann er als Kunstturner und turnte 17 Jahre lang bei unzähligen Wettkämpfen in der deutschen und französischen Liga. Er studierte Schauspiel erst in Hamburg, später an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover mit Diplomabschluss im Juli 2014. Zwischendurch übernahm er zunächst Kinderbetreuung und militärische Beratung, später Regieassistenz bei namhaften Film- und Fernsehproduktionsfirmen in München, Hamburg und Berlin. Nach seinem Unfall 2010 wurde er im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil rehabilitiert. Sein Buch Zwei Leben avancierte zum Spiegel-Bestseller und erhielt 2012 den Medienpreis Goldener Kompass.
CHILE
Geboren 1976 in Santiago de Chile. Filmstudium an der Universidad de las Artes de Chile, Assistenzen u.a. bei Miguel Littín. 2005 gemeinsam mit seinem Bruder Juan de Dios Larraín Gründung der Produktionsfirma Fabula, im gleichen Jahr Fuga, Pablo Larraíns erster Spielfilm, der u.a. mit dem Preis als bester Debütfilm auf dem Festival de Cartagena und dem Publikumspreis in Málaga ausgezeichnet wurde. Tony Manero (2008) wurde in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes uraufgeführt und u.a. auf den Festivals in Rotterdam, Buenos Aires, Turin, Istanbul und Havanna ausgezeichnet. 2010 folgte Post Mortem im Wettbewerb von Venedig, der u.a. als Bester Film auf dem Cartagena Film Festival, mit dem Kamerapreis für Sergio Armstrong in Lima und dem Jury Preis in Los Angeles ausgezeichnet wurde. 2012 folgte ¡No! (2012), der zum Oscar als Bester fremdsprachiger Film nominiert und u.a. mit dem Arts Cinema Award in Cannes, dem Publikumspreis in São Paulo und als Bester Film in Havanna und Austin ausgezeichent und vom National Board of Reviews in die Top Five der besten fremdsprachigen Filme aufgenommen wurde.
DEUTSCHLAND
Geboren 1984, Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen und an der Iceland Academy of the Arts, Reykjavik, Island. Während des Studiums entstehen erste eigene Arbeiten, allein und auch in wechselnden Konstellationen und Funktionen, die sich in unterschiedlichen Formaten mit der Rahmung von Theater und Kunst beschäftigen. Als Theatermusikerin verbindet Lea Letzel eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Regisseurin und Autorin Ivna Zic, zuletzt am Luzerner Theater für die schweizer Erstaufführung von WARTERAUM ZUKUNFT. Noch während des Studiums haben sie gemeinsam Fatzern erarbeitet auf Grundlage von Brechts Fatzermaterial 2006 beim Festival Junger Talente gezeigt wurde. Die gemeinsame Arbeit mit Alexander Giesche, die sich erstmals 2009 für RECORD OF TIME ergab, setze sich in dem PROJEKT DREI (2010) im maximiliansforum in München im Rahmen der Langen Nacht der Museen (in Zusammenarbeit mit Mirko Hecktor, Daniel Kluge und Florian Krauss), fort. RECORD OF TIME wurde auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals gespielt, unter anderem in Kopenhagen, Amsterdam , Brüssel und dem Festival d´automne in Paris und gewann des Jungen Kritikerpreis beim Körber Studio Junge Regie 2011 in Hamburg. Zur Zeit absolviert Lea Letzel ein postgraduales Studium Kunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
SCHWEIZ (BERN)
Les Etoiles Bern wurde 2009 in Bern von Marie Omlin, Beni Küng und Ragna Guderian gegründet. Das Label verbindet einen sich ständig erweiternden kreativen Pool von Künstlern und Künstlerinnen verschiedenster Sparten die sich im Sinne eines freien Kollektivs von Projekt zu Projekt jeweils neu zusammensetzen. Das Kollektiv agiert dabei immer aus dem Heute heraus: im Fokus des inhaltlichen Interesses stehen gesellschaftsrelevante Fragen und der Umgang mit recherchiertem und dokumentarischem Material. In BURN OUT der ersten Arbeit von Les Etoiles Bern 2009, hat Ragna Guderian das Hörspiel von Michael Stauffer GUT GEMACHT. ZUVIEL GEMACHT. NICHTS MEHR GEMACHT. für die Bühne bearbeitet und durch eigene Texte und eingespielte Interviews von Betroffenen ergänzt. Ein Jahr später folgte die Weiterentwicklung zu BURN OUT2. Die Archiv Trilogie ARCHIV (1): SIE, ARCHIV (2): KRIEG und ARCHIV (3): 9/11 widmet sich dem Thema Krieg, Mensch unter Erinnerung. Unter Einbezug von biografischem, recherchiertem und dokumentarischem Material entstehen Abende voll intimer Geschichten.
ENGLAND
Nic Lloyd ist Performer und DJ mit Wurzeln in England und Neuseeland. Er erhielt seinen BA in Philosophie an der Middlesex University, London. Seine Karriere als Performer begann im Jahr 2005 mit der Einladung von der in der Schweiz arbeitenden Performerin Simone Aughterlony, in ihrer Gruppenarbeit BARE BACK LYING mitzuwirken. Seitdem war er in mehreren ihrer Produktionen involviert, wie auch in dem Stück AFTER LIFE . Zudem hat Nic bereits mit diversen anderen Choreografen, Regisseuren, Künstlern und Musikern zusammengearbeitet, sei es auf der Bühne, Leinwand, Strasse oder in den Bergen, in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern. In 2011 erhielt er seinen MA in Performance an der Roehampton University, London. Sein erstes Solostück DON'T JUDGE feiert im September 2014 Premiere an der Gessnerallee Zürich und tourte anschliessend durch mehrere Theater in der Schweiz.
DEUTSCHLAND
Lumpenbrüder Productions ist weder Firma noch basisdemokratische Künstlerkolonie. In Form einer infrastrukturellen Basis ermöglicht LBP seit 2007 die Entwicklung, Ausarbeitung und Umsetzung eigener künstlerischer Vorhaben und gewährleistet darüber hinaus allen an den Produktionen Mitwirkenden ein Mindestmaß an kreativer Entfaltungsfreiheit und Selbstbestimmung, wie sie für den einzelnen Künstler auf dem freien Markt nicht durchzusetzen ist. 2007 von Regisseur Laurent Gröflin und Autor Christian Hansen gegründet, um der erfolgreichen und krisenerprobten Zusammenarbeit während ihres Stipendiats an der WasIhrWollt-Akademie von Tom Stromberg und Peter Zadek einen Pfad in die Zukunft zu ebnen, erwies sich Lumpenbrüder bald als berufliche Hauptstraße. Seit Beginn der Zusammenarbeit sind viele Arbeiten, der Lumpenbrüder entstanden. Unter anderem DANTONS TOD am Forum Theater Schwechat in Wien (2014), ROBIN HOOD am Zimmertheater Tübingen (2011), YES LOVE in der Yes Bar in Berlin (2009) oder DIE LETZTE SÄTTIGUNG im 5 Ziegen in Berlin (2008).
DEUTSCHLAND
2006 erarbeiteten Melanie Schmidli und Salome Lötscher die erste gemeinsame Produktion WHATEVER HAPPENED TO ALL THE HEROES in Berlin. 2013 setzten sie ihre Zusammenarbeit mit DER SCHÖNE UND DIE BIESTIN fort, in Kooperation mit SRF2 und dem Museum der Kulturen Basel. 2013 arbeiteten sie ausserdem auch für Schmidlis Soloperformance MARIELLE, DIE EHRJUNGFRAU zusammen (ausgezeichnet mit dem Schweizer Theaternachwuchspreis Premio Preis 2012), S. Lötscher half ihr dabei als dramaturgisches Outside Eye und Autorin.
Ein Text von Salome Lötscher diente Schmidli und Judith Lötscher als Ausgangsmaterial während eines transdisziplinären Residenzaufenthaltes bei transform (Bern, Februar 2014). Hierbei untersuchten sie die Möglichkeit des interdisziplinären Arbeitens zwischen Performance und figurativer Malerei.
Im September 2014 arbeiteten sie erstmals als Trio für die Produktion "Garage Noir", dem Vorläufer von PAINT IT BLACK, zusammen. Diese Arbeit entstand im Auftrag der Sophiensaele für das Berliner Festival Männer in Garagen.
SCHWEIZ (BASEL)
Vanessa Lopez hat klassischen und zeitgenössischen Tanz in Lüttich (B) studiert.
Seit 2004 lebt und arbeitet sie in Basel als Tänzerin, unterrichtet und entwickelt ihre eigene choreographische Tätigkeit. Sie hat u.a. mit Cathy Sharp Dance Ensemble, Da Motus und Yasmine Hugonnet getanzt. 2013-2014 hat sie für ihre choreographische Arbeit den Schweizer Tanzarchiv Preis bekommen.
Natascha Moschini und Marie Popall interessieren sich für den menschlichen Körper als politisches Spannungsfeld zwischen Intimität und Öffentlichkeit. In ihren performativen Arbeiten, die sie sowohl in Kontexten der Darstellenden sowie Bildenden Kunst zeigen, untersuchen sie das kreative Potenzial körperlicher Symptome, die durch gesellschaftliche Impulse hervorgerufen werden.
Die Kurzstücke A LOVERS’ BATH (2016) und VOLCANO (2018), in denen Moschini/Popall die Grenzen von Sexualität, Potenz und Ohnmacht ausloten, markieren den Auftakt ihrer Zusammenarbeit und wurden am Performance Art Festival BONE 19 und in der Roten Fabrik Zürich gezeigt. Infolge dieser beider Arbeiten realisieren sie das abendfüllende Stück SOFT TISSUE. Natascha Moschini war bereits in einer anderen Konstellation im Rahmen von MIXED PICKLES (2017) im ROXY Birsfelden zu sehen. Natascha Moschini ist seit der Spielzeit 2020 Associated Artist der Dampfzentrale Bern.
Rachell Bo Clark studierte Tanz am Victorian College of the Arts in Melbourne Australia bevor sie sich 2014 in Europa niederließ, wo sie sich als zeitgenössische Performerin, Tänzerin, Künstlerin und Lehrerin etablierte. Mit Sebastian Matthias kollaboriert Rachell seit 2014, außerdem arbeitet sie mit Künstler*innen wie zum Beispiel u.a. Ursina Tossi, Colette Sadler und Rachel Monosov zusammen. 2017 erhielt sie das danceWEB Stipendium.
Hang Linton hat sich selbst als Musiker, Künstler und Performer ausgebildet. Kollektivität und Kollaboration sind wesentliche Bestandteile seiner Arbeit. In seiner eigenen Praxis erforscht er Anders-Sein in Musik, Bewegung und durch das Kreieren von Tricksterfiguren. Hang ist der Leadsänger der Band LEXODUS und zeigt aktuell moon babies squidding in The Land of Nod im Baltic 39 in Newcastle, eine in Kollaboration mit Laura Lulika entstandene Videoinstallation.
Sebastian Matthias arbeitet seit 2010 international als Choreograph an freien Produktionshäusern und an etablierten Institutionen wie zuletzt dem Luzerner Theater oder CORPUS/Royal Danish Ballet. Er studierte Tanz an der Juilliard School in New York und Tanzwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Sein Dissertationsprojekt erschien 2018 unter dem Titel Gefühlter Groove – Kollektivität zwischen Dancefloor und Bühne im transcript Verlag. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Forschungsprojekt PABR von der HCU, dem Fundus Theater und K3 Tanzplan Hamburg.
Johanna Mårtensson arbeitet im Bereich Bühnenbild für Tanz und Theater und realisiert außerdem eigene Projekte und Kollaborationen. Sie studierte am Central St. Martins College of Art and Design und an der Slade school of Fine Art in London. Johanna erhielt mehrere Stipendien und Preise für ihre Arbeit, u.a. The Swedish Art Councils Working Grant und The Platinum A Design Award.
Mila Pavicevic ist eine Dramaturgin, Schriftstellerin und Kulturschaffende, lebt in Berlin und arbeitet mit verschiedenen Kunstschaffenden hauptsächlich im Bereich Tanz und Choreographie. Ihre Arbeiten wurden übersetzt und in Europa und Südamerika publiziert. Mila Pavicevic erhielt mehrere Preise, darunter 2009 den European Union Prize for Literature für Ice girl and other fairy tales.
Maciej Sado ist Choreograph, Performer und Tänzer. Er schloss sein Studium an der SNDO in Amsterdam 2016 ab. Er performte für Künstler*innen wie Ola Maciejewska, Florentina Holzinger, Vincent Riebeek, Tino Sehgal, Peaches, Keith Hennessy, Fernando Belfiore, Laima Jaunzema und Colin Self. Seine Arbeiten werden auf verschiedenen Festivals in Europa gezeigt. 2016 erhielt er das danceWEB Stipendium. Er ist Mitglied von Jacuzzi (Amsterdam) und Kunsthaus Kule Berlin.
Enis Turan ist ausgebildet im zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und Universität der Künste Island. Seit 2013 tanzt er freiberuflich und entwickelt seine eigenen Werke. Als Tänzer arbeitete er u.a. für Josep Caballero García, Erna Omarsdottir, Alfredo Zinola und Marie-Lena Kaiser und erhielt 2017 das danceWEB Stipendium.
ENGLAND
Ursula Martinez ist Schauspielerin, Entertainerin und Kabarettistin. Auf typisch britische Weise verbindet sie in ihren Shows und Performances Unterhaltung mit Reflexion, Intelligenz mit Comedy. So funktioniert MY STORIES, YOUR EMAILS sowohl für ein Publikum, dass an zeitgenössischer Kunst interessiert ist, wie für Menschen, die einfach unterhalten werden wollen.
PORTUGAL/DEUTSCHLAND
Marlene Monteiro Freitas was born in Cabo Verde where she was co-founder and member of the dance group Compass and collaborated with the musician Vasco Martins. After her dance studies at P.A.R.T.S. (Brussels), at E.S.D. and at Fundação Calouste Gulbenkian (Lisbon), she developed a dance project with the community of Cova da Moura (Lisbon), entitled we will not have dance classes, we will rehearse.
Her creations include Of ivory and flesh – statues also suffer (2014), Paradise – private collection (2012-13), (M)imosa (2011), a project developed with Trajal Harell, François Chaignaud and Cecilia Bengolea, Guintche (2010), A Seriedade do Animal (2009-10), Uns e Outros (2008), A Improbabilidade da Certeza (2006), Larvar (2006), Primeira Impressão (2005). The common denominator of these works is openness, impurity and intensity. She worked with Emmanuelle Huynn, Loic Touzé, Tânia Carvalho, Boris Charmatz, among others. She is the co-founder of P.OR.K.
Andreas Merk was born in Germany, studied dance and theatre in Frankfurt (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst), Brussels (P.A.R.T.S.) and Switzerland (Scuola Teatro Dimitri). He appeared in productions by various directors and choreographers on stage and screen: Tomer Heymann, Idit Herman, Nicolas Steman, Falk Richter, Tania Carvalho, Inbal Pinto&Avshalom Pollak Dance Company, MataNicola, Noa Shadur, Marlene Monteiro Freitas, Richard Siegel amongst others.
Markus&Markus ist ein Theaterkollektiv aus Hildesheim bestehend aus Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Markus Schäfer und Markus Wenzel. Alle vier entwickeln die Arbeiten gemeinsam und gemeinschaftlich – von der Konzeptidee über die Recherche/Drehphase hin zur Entwicklung der einzelnen Bausteine wie Text, Musik und szenische Umsetzung. Daneben gibt es Spezialisierungen: Lara-Joy Bues und Markus Schäfer kümmern sich neben der künstlerischen Arbeit um organisatorische Belange. Katarina Eckold ist für das Video zuständig. Markus Wenzel und Markus Schäfer präsentieren die Arbeit auf der Bühne. Zusammen steht das Kollektiv für eine ureigene Form dokumentarischen Theaters, leidenschaftliche Investigation und radikale Perfektionslosigkeit.
Die Arbeiten zeichnen sich aus durch eine intensive Recherche, deren Ergebnis eingefangen auf der Videoebene einen elementaren Baustein der Inszenierungen bildet. Es geht dem Kollektiv jedoch nicht darum, eine Realität dokumentarisch abzubilden und die Welt zu erklären – stattdessen ist der Theaterkontext für den Zugriff auf die Realität entscheidend.
Sie produzierten für den Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, den Freischwimmer und Theater der Welt. Ihre Inszenierungen wurden auf Festivals eingeladen: Frankfurter Positionen, Impulse Mülheim a. d. Ruhr und Düsseldorf, Spielart München, Premières in Karlsruhe und Strasbourg, Fast Forward Braunschweig, Perspectives Saarbrücken, Best OFF Niedersachsen, Performing Arts Festival Berlin und Hart am Wind – Festival für professionelles norddeutsches Kinder- und Jugendtheater. Die Arbeiten wurden auch international gezeigt: Stage Festival Helsinki, Ibsenfestival am Nationaltheater Oslo, Singapore International Festival of Arts, Dokumentartage Basel, Eurothalia Timisoara, Something Raw Amsterdam, ACT Sofia, Open Mind Salzburg und Spoiwa Kultury Szczecin.
Sie wurden ausgezeichnet: George Tabori Förderpreis, Jurypreis des Best Off – Festival des Freien Theaters der Stiftung Niedersachsen. Seit 2016 erhält Markus&Markus die Konzeptionsförderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
SCHWEIZ (BASELLAND)
Die Musikschule Birsfelden wurde 1957 gegründet und ist die älteste Musikschule im Kanton BL. Inzwischen unterrichten 27 Lehrkräfte ca. 420 SchülerInnen. Sie ist aus der Gemeinde nicht mehr weg zu denken.
Zur Tradition gehören das Sommerkonzert und das Weihnachtskonzert in einer der Kirchen. Zahlreiche Vortragsabende sind im Laufe eines Schuljahres zu hören. Der Tag der offenen Tür erleichtert die Instrumentenwahl der neuen SchülerInnen. Lehrkräfte stellen sich und ihre Instrumente an Konzerten vor. Diverse Ensembles spielen an Gemeindeanlässen oder bereichern die Gottesdienste. Beliebt sind die Ständeli im Altersheim. Zahlreiche Privat- und Schulanlässe werden von SchülerInnen der Musikschule mitgestaltet. Seit ihrer Gründung haben hunderte SchülerInnen die Birsfelder Musikschule besucht. Für viele ist die Musik ein wertvolles Hobby, für einige zum Beruf geworden; allen gibt sie aber Lebensfreude und Lebenshalt.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Am Theater Neumarkt entstanden während der Direktion Weber/Sanchez zwei Soloabende des Trios Rafael Sanchez, Tobi und Mike Müller. Sanchez und Müller haben schon mehrmals an verschiedenen Theatern zusammengearbeitet. Tobi und Mike Müller kennen sich bereits seit den siebziger Jahren ziemlich gut, weil sie Brüder sind. Die bisherigen Produktionen des Trios ELTERNABEND und TRUPPENBESUCH sind Rechercheabende, für welche journalistische Vorarbeit, filmischer Schnitt und inszenatorische Erfahrung vonnöten war, sodass Mike Müller nur noch den Text auswendig lernen und das Kostüm pünktlich anziehen musste.
SÜDAFRIKA
Thami begann seine Kariere als Tänzer in einer Gemeinschaftsgruppe hauptsächlich mit afrikanischen Tänzen. 2006 begann er seine Ausbildung an der Tshwane University of Technology im Departement Tanz. Er wurde in klassischem Ballett, in Zeitgenössischem Tanz (Cunningham, Hourton, Graham techniques) und in African Dances und anderen Genres ausgebildet. 2008 erhielt er ein Stipendium, um am P.A.R.T.S (Performing Arts, Research and Training Studios) zu studieren, wo er seine Fähigkeiten in klassischem Ballett, Zeitgenössischem Tanz und Improvisation erweitern konnte. In dieser Zeit lernte er ebenfalls die europäischen Bewegungskulturen zum Beispiel von William Forsythe, David Zambrano und ROSAS kennen. Während seinem Studium erarbeitete er eines seiner Solo-Stücke MAGNIFIED PERSONA, das er in Beurseskouberg aufführte. 2011 kehrte er nach Südafrika zurück, um an Dada Mailos CARMEN zu arbeiten, das in Tel Aviv gezeigt wurde. Anschliessend wurde er Mitglied im Forgotten Angle Theatre Collaborative und ist noch immer Mitglied von FATC unter der Leitung von PJ Sabbagha. Er hat in verschiedenen Stücken als Tänzer mitgearbeitet, unter anderem in I THINK IT'S HAMLET, ONE NIGHT STAND von PJ Sabbagha in „Soritra“ von Gabi Saragnoffi, in BE STILL von Shanell Winlock, oder in SOMEWHERE OUT THERE, LIFE WAS SCREAMING von Erik Languet. 2011 kreierte er ein weiteres Solostück mit dem Titel TRAFFIC(IN).
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Seit 2012 betreibt das morphologische Institut immer regelmässiger stattfindende Ausflüge in die Performance-, Tanz-, Theater- und Kunstweltwelt. Sie sind quasi freie Radikale zwischen den einzelnen Abteilungen und Szenen und Erforschen in ihrem Labor - zusammen mit ihren Freunden und Familien - einzelne Stämme, Syntaxe bis hin zu den kleinsten bedeutungs- und funktionstragenden Elementarteilchen. Beim Steueramt sind die treibenden Kräfte mit den Namen Heta Mutanen, Salome Schneebeli und Demian Wohler gemeldet.
BISHER IM ROXY 2014: HEIMATSCHAUER. EINE ART LANDESAUSSTELLUNG, 2016: GEISTER, GÄSTE UND WILDE TIERE
SCHWEIZ (BASEL)
Corinne Maier wurde in Basel geboren. Sie studierte von 2003 - 2009 in Hildesheim Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis mit Schwerpunkt Theater. Während des Studiums leitete sie eine Theatergruppe für Menschen mit Behinderung. Mit ihrer Inszenierung EIN LEICHENSCHMAUS wurde sie 2007 zu wildwuchs eingeladen. Mit dem Kollektiv magic garden brachte Corinne Maier im November 2011 die Performance DIAGNOSE DIAGNOSE am Schlachthaus Theater Bern heraus. Ihr neuestes Stück PAST IS PRESENT hatte im Januar 2013 an der Kaserne Basel Premiere und tourt im Moment durch Deutschland und die Schweiz, im August 2014 wird es am Festival Bunker in Ljubljana zu sehen sein und im Oktober die Produktion nach Bangladesch eingeladen.
SCHWEIZ (BASEL)
Das Theaterkollektiv magic garden hält theatrale Vorträge zu philosophischen und sozialtheoretischen Themen. Unser Denken steht dabei im Mittelpunkt. Wie denken wir, was beeinflusst unser Denken, denken wir selbständig, wer denkt für uns etc. sind Fragen, die magic garden in seinen Arbeiten aufwirft. Das Kollektiv sucht nach gemeinsamen Denkprozessen mit seinem Publikum. Eine besondere Funktion trägt dabei der Fragebogen, der als Mittel zum kollektiven Denken eingesetzt wird. Er ermöglicht eine schriftliche, also geschützte und gleichzeitig entscheidende Mitsprache des Publikums. Die Zuschauenden beeinflussen den Aufführungstext und somit auch die Denkabläufe der Performer/innen Abend für Abend. Nach DIAGNOSE DIAGNOSE (2011), einer theatralen Lecture, die sich mit der Macht des weissen Kittels auseinandersetzt, folgen nun QUESTIONING (2014), eine reine Fragebogenperformance, die sich mit Vorurteilsbildung und dem Wissen, ohne etwas zu wissen, beschäftigt und SOUVENIR (2015), einem Abend über das Denkmal, das uns die Freiheit des Erinnerns strittig macht.
DEUTSCHLAND
MOTIMARU wurde von Motoya Kondo (Japan) und Tiziana Longo (Italien) gegründet, zwei Tänzer, die im Studio von Kazuo Ohno in Japan trainiert haben. Beide leben heute in Berlin. Sie studierten beide fünf Jahre unter der Leitung von Yoshito Ohno, dem Sohn von Kazuo Ohno, und haben als Tänzer und Bühnenassistenten mit ihm gearbeitet.
Motimaru beabsichtigt die Essenz des Butoh zu fassen und erforscht auch den Balinesischen Tanz, Noh Theater, den Modernen Tanz und Sufi Tanz, um Überschneidungen zwischen dem Westen und dem Osten, dem Antiken und dem Modernen zu finden, welche sich in einer kontinuierlichen Linie durch Kulturen erstreckt, die mit der Natur verwurzelt sind.
DEUTSCHLAND
machina eX macht Computerspieltheater, Point 'n' Click Adventures in lebensechter Grafik. Anstatt mit Bildschirm und Tastatur wird bei uns mit Räumen, Objekten und Menschen gespielt. Unsere Zuschauer wachsen zu Spielergruppen zusammen und erschliessen sich die Geschichte durch das Lösen von Rätseln.Wir gestalten ein immersives Erlebnis irgendwo zwischen Computerspiel, Theater und interaktiver Installation. Durch ein komplexes System von Sensoren, Elektronik und Computerprogrammen schaffen wir inter-reaktive Räume, in denen die Geschichten spielbar werden. Gemeinsam tauchen die Spielergruppen in die Welt des Spiels ein und finden sich inmitten der Handlung wieder, die ohne deren Initiative nicht voranschreitet: Sie folgen den PerformerInnen – den Computerspielfiguren – durch die lebensecht gestaltete Räume, untersuchen Schubladen und Schränke, lösen die Rätsel und treffen Entscheidungen, die Ereignisse auslösen und den Fortgang der Geschichte wesentlich beeinflussen. Die 2011 für das Festival 100° Berlin entwickelte mobile Dystopie 15.000 GRAY wurde mit dem Jury Preis des Festivals ausgezeichnet und unter anderem zum Festival Impulse nach Düsseldorf, zum Best-OFF-Festival der Stiftung Niedersachsen nach Hannover, zum Körber-Studio Junge Regie nach Hamburg und zum Donaufestival nach Krems eingeladen. 2012 wurde das Medientheaterkollektiv machina eX in Partnerschaft mit dem FFT Düsseldorf für das Residenzprogramm DOPPELPASS der Kulturstiftung des Bundes ausgewählt.
SCHWEIZ (BERN)
Joshua Monten wuchs auf in der Nähe von New York City und studierte Literatur und Ethnologie an der Duke University. Er tanzte im Berner Ballett, am Stadttheater Heidelberg, als Gasttänzer am Theater Freiburg und Staatstheater Nürnberg und freischaffend mit Choreographen wie Stijn Celis, Hofesh Shechter, Juha Marsalo, Doug Varone, Irina Pauls, Konstantinos Rigos, Teresa Rotemberg und Tino Sehgal. Montens Karriere als Choreograph begann mit einem kurzen Handlungsballett mit dem Namen DIE WAHL VON KARDINAL RATZINGER ZUM PAPS BENEDIKT XVI., das 2007 Finalist am Hannoverschen Choreographen Wettbewerb wurde. Danach folgten mehrere choreographische Aufträge von Berner Ballett, Ballet National du Rhin, Staatstheater Nürnberg, Theater Konstanz, Theater Bonn, Opéra Théâtre Saint-Étienne, Opéra National de Lorraine, The Yard (USA), Theaterhaus Gessnerallee, Theater Biel/Solothurn, Schweizer Tanztage, Art Basel und Tanzfestival Steps. Seine Arbeiten wurden auf Arte, Mezzo und vom Bayerischen Rundfunk übertragen. 2012 gründete Joshua Monten sein eigenes Tanzensemble, wofür er ABOUT STRANGE LANDS AND PEOPLE und DELIRIO AMOROSO schuf, die in zahlreichen Theatern in der Schweiz, Deutschland und Österreich zu sehen waren und sind. Weitere Informationen und Pressespiegel zu Montens früheren Arbeiten befinden sich auf der
SCHWIEZ (BASEL)
MESH guckt gerne Filme, entwickelt dann eigene Fassungen und interpretiert, verkitscht und vertont diese nach eigenem Gusto und mit Liebe zum Detail. Das Ergebnis nennt MESH LiveFilmHörSpiel. Nicht alle Helden des Originals retten ihren Status in die MESH-Version hinüber. Manche werden radikal gestrichen, oder komplett neu geschrieben. MESH nehmen Rollenklischees aufs Korn und ermöglichen so einen Perspektivenwechsel. MESH sind Emilia Haag und Sibylle Mumenthaler. MESH macht alles selber, schreibt die Fassung, macht Striche, spielt jede Rolle, egal ob Mann ob Frau, gross oder klein, Typbesetzt oder nicht. Bisher sind sieben LiveFilmHörSpiele entstanden: NOSFERATU RELOADED, LOUISE+THELMA, TIME OF MY LIFE, CHANCE OF HIS LIFE, SWISS UP YOUR LIFE, DAS BOOT und PRETTY WOMAN.
SCHWEIZ (BASEL)
Boris Nikitin, 1979 geboren, ist Theaterregisseur - und autor, Installationskünstler und Leiter des Basler Festivals It’s the real thing - Basler Dokumentartage. Fast alle seine Arbeiten drehen sich um die Konstruktion, Darstellung und Verdoppelung von Realität und Identität. Dabei spielen sie mit den Grenzen zwischen Performance und Theater, Illusion und Dokumentarischem, offensivem Dilettantismus und schauspielerischer Virtuosität. In seinen letzten Projekten beschäftigt sich Nikitin vermehrt mit dem Verhältnis Krankheit und Kunst. Er entwickelte 2015 für das Projekt X-WOHNUNGEN ATHEN eine Rauminstallation und ein Video im Sterbehospiz Asylo Aniaton. Auch sein jüngstes Projekt HAMLET, das im Herbst 2016 uraugeführt wurde, beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Krankheit und Realität.
SCHWEIZ (BASEL)
Ursula Nill, geboren in Basel, erhielt ihre Tanzausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und im Austausch an der Theaterschool in Amsterdam. Sie arbeitet als Tänzerin und Performerin u.a. für Barbara Fuchs/Tanzfuchs Produktion, Karin Beier/Schauspiel Köln, Angie Hiesl Produktion. RECHERCHE#1 gehört zu ihren frühen Arbeiten. In den darauf folgenden Jahren sind einige abendfüllende Stücke entstanden, zuletzt das Solo SCHICHTEN. Nill beschäftigt sich damit, wie der Körper in verschiedenen Zusammenhängen verstanden wird und wie sich dieses Verständnis in diese Körper einschreibt. Mit ruhigen und präzisen Arbeiten stellt sie diese Einschreibungen aus und kreiert einen Rahmen, der sich den üblichen Erwartungshaltungen widersetzt. 2016 beendete sie ihren Master in Choreografie an der Stockholm University of the Arts (DOCH).
SCHWEIZ (BASEL)
Geboren in Brooklyn, New York. Jeremy Nedd ist Tänzer, Choreograf und Sound Designer. Nach dem Abschluss seines Studiums am SUNY Purchase College in New York hatte er die Möglichkeit mit vielen unterschiedlichen Choreografinnen und Choreografen aus NYC zusammenzuarbeiten, u.a. mit Kyle Abraham. Für seine Arbeit mit ihr in THE RADIO SHOW erhielt er den New York Dance and Performance Bessie Award. Seit 2010 lebt Nedd in Europa, wo er an der Dresdner Oper (bis 2012) und seither beim Ballett Basel (bis 2016) fest engagiert ist. Als Tänzer interpretierte er u.a. von Forsythe, Kylian, Thoss, Ekmann. Seine choreografischen Arbeiten präsentierte Nedd sowohl in Dresden im Rahmen der Jungen Choreografen, am Theater Basel bei den „Dance Lab“ Produktionen und im Theater ROXY im Rahmen des Nachwuchsformats Mixed Pickles.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Das Zürcher Kollektiv NEUE DRINGLICHKEIT, hat sich dem Versuch verschrieben, die Rahmen Kunst und Politik und Leben, aber auch die Disziplinen-Rahmen innerhalb der Kunst aufzuweichen, zu überlagern, zu brechen. Das Kollektiv entstand 2010 als Reaktion auf die vom Schweizer Stimmvolk angenommene Ausschaffungsinitiative und die, ihr vorangegangene Plakatkampagne, die MigrantInnen als schwarze Schafe und Vergewaltiger kriminalisierte. Derzeit besteht sie aus AbsolventInnen und Studierenden aus den Bereichen Theater, mediale Künste, Theorie, Physiotherapie, Filmwissenschaften, Textilingenieurwesen und prekär beschäftigten Kulturschaffenden und AktivistInnen. Inzwischen hat sich zwar ein fester Kern herausgebildet, aber wenn Projekte entstehen, dann durch Teilgruppen: Menschen, die sich mit NEUE DRINGLICHKEIT verbunden fühlen und ein gemeinsames Interesse haben, entwickeln eine Idee und führen sie aus. Sie arbeiten für NEUE DRINGLICHKEIT. Eine Kontinuität besteht darin, dass die Projekte antihierarchisch realisiert werden und jeder sich gleichberechtigt mit seinen Fähigkeiten und Interessen und Lüsten einbringt. Es werden Aufgaben verteilt, aber es gibt keine Leitung. Formen der kollektiven Autorschaft werden untersucht.
SCHWEIZ (BASEL)
Ndombasi ist ursprünglich Malier und wurde in der Demokratischen Republik Kongo geboren. Nach der Grundausbildung am RDCongo, machte er auf Mali Abitur mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Anschliessend begann er eine audiovisuelle Berufsbildung an der Filmschule Film Partner. Im Jahr 2009 beginnt er seine Arbeit als Video-Monteur und Kameramann bei dem malischen TV-Sender Africable-télévision. Um seine technischen Fähigkeiten im gleichen Berufsfeld weiterzuentwickeln besuchte er 2010 das Seminar Journaliste Reporter d’Images (JRI) von der Deutsche Welle Akademie. Im gleichen Jahr wurde er Korrespondent für das ZDF. Seit 2012 lebt er in Basel (CH).
Eric Philippoz ist Bildender Künstler und hat am HEAD – Genf und am Niederländischen ArtEZ Institut für Bildende Kunst in Arnheim studiert. Seine Arbeiten sind vielfältig und können nebst Theaterprojekten auch die Gestalt von Installationen, Zeichnungen, Skulpturen und Videos annehmen. Schreiben spielt in seinem Werk ebenfalls eine wichtige Rolle: 2012 veröffentlicht er das Livret de service, eine Sammlung aus autobiographischen Texten. Kürzlich hat er das Projekt HÔTEL PHILIPPOZ auf die Beine gestellt, eine Art Residenzprogramm mit Veranstaltungen in der ehemaligen Wohnung seiner Grossmutter.
Eric Philippoz erhält für sein künstlerisches Schaffen diverse Preise, u.a. Manor Kulturpreis Wallis, PREMIO – Nachwuchspreis Theater und Tanz 2017 und wird vom Kanton Wallis gefördert.
SCHWEIZ (BASEL)
prost×zeit wurde 2001 von Basler Germanistikstudentinnen und -studenten gegründet und realisierte zunächst regelmässig experimentelle Performances, szenische Interventionen, Lesungen und Hörspiele auf der Basis einer breiten, meist kanonischen Quellenlage. Seit 2011 versteht sich prost×zeit als Produktions-Kollektiv für Theaterformate. Zum Kernteam von prost×zeit gehört das Regie-Duo Michael Steiner und Andy Tobler sowie die Schauspielerin Kathrin Veith. Je nach Projekt zieht das Kernteam zur Realisation weitere Künstler oder Laien hinzu. Die treibende Kraft hinter allen Projekten von prost×zeit ist ein Interesse an gesellschaftlichen Diskursen und sozialen Problemfeldern sowie eine Lust am szenischen und gemeinschaftlichen Experiment. Daraus entsteht philosophisches Pop-Theater:
1. Alltag: Wir greifen Themen auf, die einer breiten Öffentlichkeit durch mediale Vermittlung oder aus Alltagserfahrungen gut bekannt sind und unterziehen diese Themen mit den Mitteln des Theaters einer kritischen Vertiefung.
2. Philosophie: Wir greifen dabei regelmässig auf entsprechende philosophische Diskurse oder Standartwerke zurück und setzen diese mit dem "Alltagswissen" in Beziehung.
3. Fun: Bei aller Kritik darf uns die Unterhaltung nicht zu knapp kommen: PhiloPop ist Theater, das Spass macht!
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Die Gruppe pulp.noir wurde 2004 von Thomas Fischer und Julia Morf gegründet und
erkundet seither in zahlreichen szenischen, installativen und performativen Arbeiten die Absurdität des Lebens, um sie einem vielseitigen Publikum aus den Bereichen Theater, Kunst, Konzert und Film zugänglich zu machen. Zentral für die Umsetzung der meist ambivalenten Themen sind bizarr-surreale Assoziations- ketten aus Sprache und Gesang, Schrift und Bild, Geräusch und Musik, die zwar entlang einer komponierten Struktur ablaufen, aber improvisatorisch und interaktiv ausgeführt werden. pulp.noir hat mit dem dritten Projekt Jitterbug den schweizerischen PREMIO-Wettbewerb (2006) gewonnen und war mit der vierten Arbeit Bad Blood Gewinner des Jurypreises am ARENA-Festival in Erlangen (2008). Für den Flm-Soundtrack Trapped, produziert mit der Gruppe pulp.noir, wurde Thomas Fischer der SUISA-Filmmusikpreis (2013) verliehen.
SCHWEIZ (BERN)
PENG! Palast wurde 2008 von Dennis Schwabenland und Benjamin Spinnler in Bern gegründet. Seit 2009 gehört auch Christoph Keller als festes Mitglied zur Gruppe. PENG! Palast entwickelte 2008 & 2009 die Stücke HAMLET MASSIV und AND NOW GO HOME AND CHANGE YOUR UNDERPANTS. Mit dem Projekt WOYZECKMASCHINE (2009 – 2010) gewann PENG! Palast 2009 den renommierten Schweizer Nachwuchspreis für Theater und Tanz PREMIO. Die Inszenierung GÖTTER DER STADT ODER DIE 120 TAGE VON SODOM (2010) feierte Ende September 2010 im Schlachthaus Theater Bern Premiere. Ende 2010 wurde PENG! Palast in Würdigung ihres mit grosser Professionalität und beachtlichem Erfolg umgesetzten Anliegens, junge Leute für das Theater zu begeistern, mit dem Jugendpreis der Burgergemeinde Bern ausgezeichnet. Mit dem Stück THE HOLYCOASTER S(HIT) CIRCUS (eine internationale Ko-Produktion mit dem Machol Shalem Dance House Jerusalem) wurde PENG! Palast im Jahrbuch der Fachzeitschrift TANZ von einem Kritiker als Kollektiv des Jahres genannt.
PiktoPanoptikum ist ein Ensemble von Künstlern und Figurentheatermachern. In unterschiedlichen Konstellationen haben die Beteiligten Stücke kreiert, die im deutschsprachigen Raum aufgeführt wurden und werden. Aus den Ideen Einzelner entstehen neue Stücke in der Gruppe. Wenn es erforderlich ist, werden weitere Spezialisten hinzu gezogen, wie zum Beispiel Theaterpädagogen oder eine Expertin für das Philosophieren mit Kindern.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Jahrgang 1984, wuchs in Nänikon bei Zürich auf. Die Autorin und Regisseurin arbeitete als Regieassistentin am Theater Basel mit Rafael Sanchez und Sebastian Nübling, sowie am Public Theatre in New York City für Richard Foreman und Anne Bogart. Sie schloss 2011 ihr Regiestudium an der Zürcher Hochschule der Künste ab, wo sie unter anderem die Uraufführung der Kurzoper LILOFEE inszenierte. In der Spielzeit 2010 inszenierte sie ihr eigenes Stück DIE SCHLÄFERINNEN am Theater am Neumarkt in Zürich. Mit dem Kollektiv papst&co. erarbeitete sie DER TEICH ODER DIE UNHEIMLICHKEIT DES GEWÖHNLICHEN nach Robert Walser, das 2012 u.a. im Fabriktheater Rote Fabrik Zürich und im Theater
Tuchlaube Aarau aufgeführt wurde. Ihr Stück DIE GOTTESANBETERIN wurde im März 2013 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. In der Spielzeit 2014 inszenierte sie am Theater Tuchlaube Aarau PLAYBACK: ein Tanztheater mit einer Schulklasse, und am Zürcher Theater Spektakel STADTMUSIKANTEN: ein autobiographisches Stück für vier Musiker. Mit MUSIK ERZÄHLT inszenierte sie ihre erste Arbeit an der Philharmonie Luxemburg. In der Spielzeit 2014/2015 war sie u. a. an der Kaserne Basel und am Theater Winkelwiese Zürich tätig.
SCHWEIZ (BASEL)
Romana Ramer aus Basel absolvierte ihre Ausbildung zur Bewegungspädagogin an der Gymnastik Diplom Schule (GDS/IfB) in Basel. Danach studierte sie an der Tanzakademie balace1 in Berlin Zeitgenössischen Bühnentanz. Als Tänzerin arbeitete Romana Ramer 2007 mit Rebecca Fratini/Janine Joyner für die Tanztage Berlin. Mit der Company N-N realisierte sie Stücke am Stadttheater Kempten und am Münchner zwanziginfünf Festival. In Basel konnte Romana Ramer in unterschiedlichen Kollaborationen auf sich aufmerksam machen, u.a. bei BEWEGT, NATHALIE FOSSARD und NACHTGESCHWISTER (in Zusammenarbeit mit Zoe Gyssler). Ab 2013 Arbeitete sie mit Markéta Kuttnerová für verschiedene Performances in Prag und der Schweiz. Romana Ramer performt am meisten und am liebsten an ungewöhnlichen Orten, draussen und drinnen, und liebt die Nähe zum Publikum.
SCHWEIZ (BASEL)
Die Tanzprojekte der Anna Röthlisberger Co. bringen eine einmalige Konstellation aus weitgereisten Bühnenprofis zusammen. Mit den Universen unterschiedlicher Menschen werden dabei neue Möglichkeiten des tänzerischen Ausdruckes ausgelotet und ungewohnte Körperbilder erprobt. In Zentrum stehen choreografische Recherchen, die einen künstlerischen Austausch zwischen den einzelnen Medien, Menschen und Kulturen fördern. Die Projekte der Anna Röthlisberger sind Pionierarbeiten, die sich national und international durchsetzen konnten. Der Choreografin Anna Röthlisberger wurde 2012 der Kunstpreis des International Lions Club Basel verliehen. „Die Kunst und Herausforderung sehe ich darin, mit den Universen unterschiedlicher Menschen, ihren Bewegungsformen und deren Körpervoraussetzungen zu arbeiten, um damit die eigene Tanz-Ästhetik zu etablieren. Diese fordert Authentizität und Transparenz. Es sind letztendlich ‚erarbeiteteʼ Atmosphären, die mich interessieren und wiederum unterschiedliche Ebenen des Tanzes berühren, wie auch die Darstellerinnen selbst auf eine Reise zwischen Erlerntem und Unbekannten mitnehmen. Dabei ermutige ich die Menschen oft einen Schritt über ihre eigenen Grenzen hinaus zu wagen." (Anna Röthlisberger)
KROATIEN
Natasa Rajkovic, geboren 1966, studierte Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Zagreb. Nach Tätigkeiten als Übersetzerin und Autorin für das kroatische Nationalradio arbeitete sie 1993 als Dramaturgin, u.a. mit Bobo Jelcic. Ihre erste gemeinsame Inszenierung war Die Fremdenführerin von Botho Strauss, danach folgte Die Garagen von Jakob Arjouni am Theater Gavella in Zagreb. 1995 inszenierten sie Woyzeck am Kroatischen Nationaltheater von Varasdin. In ihren Inszenierungen lotet Rajkovic das Verhältnis von Theater und Realität aus. Dabei deckt sie immer wieder die Fragilität der Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit auf. Bei den Stückentwicklungen spielen persönliche Geschichten der beteiligten Schauspieler oder Laiendarsteller, mit denen sie oft zusammenarbeitet, eine ebenso wichtige Rolle, wie die detailreichen Alltagsbeobachtungen von Rajkovic. So entsteht eine ganz eigentümliche Dramaturgie des Alltags, die das Besondere des vermeintlich Gewöhnlichen herausarbeitet. 2006 wurde das mit Bobo Jelcic entwickelte Stück S DRUGE STRANE - AUF DER ANDEREN SEITE Auf der anderen Seite“ in Kroatien zum Stück des Jahres gewählt und 2007 auch in Berlin und Wien gezeigt. 2008 wurde die Produktion FAST SICHER, ebenfalls eine gemeinsame Arbeit mit Bobo Jelcic, am Theater Neumarkt in Zürich uraufgeführt. Rajkovic erhielt 2007 den Veljko Maricic Award. 2011 war sie mit der Produktion IZLOG - SCHAUFENSTER beim Festival Theaterformen in Braunschweig zu Gast.
DEUTSCHLAND
Jochen Roller, geboren 1971 in West-Berlin, studierte nach einer klassischen Ballettausbildung Angewandte Theaterwissenschaft in Giessen und Choreografie am Laban Centre London. Seit 1997 arbeitet er als freischaffender Choreograf. Bislang entstanden über 50 Arbeiten für Bühnen, Galerien, Mode und Film. Seine Bühnenproduktionen touren in Europa, Nahost, Asien und in der Pazifikregion. Die dreistündige Solo-Trilogie PERFORM PERFORMING (2002-2004) wurde 147 Mal aufgeführt, tourte in über 12 Länder und wurde 2009 vom Auktionshaus Christie’s in Hamburg versteigert. Seit 2004 steht Roller auf der Liste der 50 wichtigsten Choreografen des Goethe-Instituts. Von 2007 bis 2010 kuratierte Roller das saisonale Tanzprogramm von Kampnagel Hamburg. In dieser Zeit gründete er zusammen mit Anne Kersting das jährliche Live Art Festival, dessen künstlerischer Leiter er 2009 und 2010 war. Als Dramaturg war Roller unter anderem für die Choreografen Angela Guerreiro (Hamburg), Joavien Ng (Singapur) und Jecko Siompo (Jakarta) tätig. Für Martin Nachbar, Thomas Lehmen, Matthias von Hartz, Ami Garmon und Gintersdorffer/Klassen arbeitete er als Tänzer und Performer.
BISHER IM ROXY 2014: Let’s dance! – Get your Freak On 2015: I won't dance! (tanzfest basel), THEM AND US
Der Sportler, Theatermacher und Performer Ahilan Ratnamohan wollte ursprüngllich eine Karriere als Profi-Fussballer machen und spielte nach seinem Filmstudium in Sydney und Amsterdam in der Semi-Profiliga in Holland, Schweden und Deutschland. Nun kreiert er Theater-Performances, die er mit unorthodoxen Formen erarbeitet und die von Sport, Film und Sprache inspiriert sind und hat damit einen ganz eigenen Stil des Fussball-Tanztheaters entwickelt. Mit der Produktion MICHAEL ESSIEN, I WANT TO PLAY AS YOU... arbeitete er 2013 mit einer Gruppe afrikanisch stämmiger Fussballspieler zusammen, die in die Niederlande gekommen waren, mit der Hoffnung dort eine Karriere zu machen. Die Produktion tourt seit 2013 erfolgreich durch die Niederlande, Deutschland, England und Belgien. Ratnamohan hat mit verschiedenen Compagnien und Künstlern aus Sydney zusammengearbeitet, dazu gehören Urban Theatre Projects, Branch Nebula, Legs on the Wall, P AC T, P Y T, Theatre Kantanka, Martin del Amo und Campbelltown Arts Centre. Er performte in Jochen Rollers TRACHTENBUMMLER im Rahmen von Tanz im August und kreierte das Fussball-Tanz-Solo, SDS1.
ÖSTERREICH
Die Rabtaldirndln sind ein steirisches Theaterkollektiv, das seit 2003 besteht und in fünfköpfiger Dauerbesetzung Performances und Theaterproduktionen entwickelt, die sowohl in Stadt, Land und Ausland gespielt werden. Alle Stücke sind Eigenproduktionen und werden sowohl künstlerisch als auch produktionstechnisch selbstständig vom Theaterkollektiv gemeinsam erarbeitet und abgewickelt. Die meisten Stücke werden als Koproduktionen bzw. Kooperationen mit nationalen und internationalen Theaterhäusern und Festivals im deutschen Sprachraum entwickelt, wobei Produktions- und Probenphasen vorwiegend in Graz stattfinden. So premierte beispielsweise AUFPLATZEN (2009) im Rahmen des Freischwimmerfestivals an den Sophiensaelen Berlin. BERGE VERSETZEN (2011) am Pathos Theater München, SCHWARZE WOLLE (2013) im brut Wien, EINKOCHEN beim Festival der Regionen OÖ (2013), PICKNICK MIT ERSCHEINUNG (2013) und DIE MOBILE AMBULANZ (2014) beim Sommerszene Salzburg Festival. Die aktuelle Produktion DU GINGST FORT (2015) wurde im brut Wien urauffgeführt. Zuletzt gewannen sie mit ihrer Produktion EINKOCHEN den Best-Off Styria Hauptpreis.
Die Gruppe besteht aus der bekannten Rapperin Steff la Cheffe, Fabian Chiquet – Medienkünstler und Gründungsmitglied der Art-Pop-Band The bianca Story – und der Berner Tänzerin und Choreografin Annalena Fröhlich.
Steff la Cheffe schrieb mit 13 Jahren ihre ersten eigenen Texte und lernte Beatboxing. Heute ist sie landesweit bekannt und Vorbild für viele Schweizer Jugendliche. 2011 erhielt sie sogar den Swiss Music Award als «Best Talent National» und 2014 den Ida-Somazzi-Preis. Seit Beginn ihrer Karriere setzt sie sich für Gleichberechtigung ein.
Als Musiker gründete Fabian Chiquet 2006 mit Elia Rediger die Band The bianca Story, die bereits in ganz Europa aufgetreten ist. Daneben entwickelte er seit 2013 zahlreiche Musik- und Tanztheaterprojekte und erhielt für seine Kunstinstallationen bereits verschiedene Schweizer Kunstpreise.
Multidisziplinär arbeitet auch Annalena Fröhlich. Ihre Arbeiten umfassen Choreografie, Musik, Performances, Filme, Fotografien und Installationen. Sie bildet gemeinsam mit Nina Stadler die künstlerische Leitung des freien Ensembles deRothfils.
SCHWEIZ (BASEL)
Melanie Schmidli ist freie Schauspielerin und Theaterschaffende in der Schweiz und Deutschland. Sie wurde in Basel geboren und studierte Schauspiel an der Universität der Künste in Berlin. Nach Engagements in Hannover, Potsdam und am Berliner Ensemble war sie von 2008 bis 2011 festes Ensemblemitglied des Centraltheater Leipzig. Seit 2011 arbeitet sie frei und entwickelt eigene Produktionen. Sie bildet mit Anne Haug das Performance-Duo PROJEKT SCHOORIIL, realisiert eigene Theaterprojekte, u.a. DER SCHÖNE UND DIE BEISTIN mit Salome Lötscher (2013 Basel, SRF2/Museum der Kulturen) und ihre erste eigene SoloperformanceMARIELLE DIE EHRJUNGFRAU (Sophiensaele, Berlin / Lofft, Leipzig/ Tojo, Bern), für deren Skizze sie 2012 mit dem dritten Platz beim PREMIO PREIS ausgezeichnet wurde. Schmidli interessiert in ihren Arbeiten feministische und queere Positionen. In ihren Produktionen verbinden sich persönliches, biografisches Material mit den Wandlungskräften des Theaters und mit groteskem Humor, der ihr neben der Satire, als Werkzeug der Entlarvung und Zuspitzung dient.
DEUTSCHLAND
Nach seinem Psychologiestudium und einer 12-jährigen Tätigkeit in einer neurologischen Reha-Klinik, gab Schramm 1988 sein bürgerliches Berufsleben auf. Seither profiliert sich der Quereinsteiger Schramm mit dramaturgisch dicht gebauten Bühnenprogrammen, in denen er authentisch nachgezeichnete Figuren sprechen lässt. Sein Bühnenpersonal sind entlarvende Charakterstudien, sein hintergründig-kompromissloser Witz trägt dem Ruf, einer - wenn nicht der schärfste deutschsprachige Kabarettist überhaupt zu sein, nachhaltig bei. Seine bekanntesten Figuren sind der renitente Rentner Lothar Dombrowski, der hessische Sozialdemokrat August und Oberstleutnant Sanftleben. Georg Schramm wurde mit nahezu allen namhaften Kabarettpreisen des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet, darunter der Deutsche Kleinkunstpreis, der Salzburger Stier und der Schweizer Kabarettpreis Cornichon. Einem breiten Publikum wurde er aber vor allem durch sein langjähriges Engagement im ARD Scheibenwischer bekannt. Seit Januar 2007 setzt er für das ZDF mit seinem Kollegen Urban Priol einmal monatlich live das gemeinsame Konzept der viel beachteten Politsatire Neues aus der Anstalt um. Als Buchautor trat Georg Schramm erstmals im Herbst 2007 in Erscheinung: In LASSEN SIE ES MICH SO SAGEN... führt er mit den Bühnen- und Fernsehtexte seiner Paradefigur Dombrowski durch die 20-jährige Geschichte der Republik. Georg Schramm ist Vater dreier Kinder und lebt in zweiter Ehe in Badenweiler.
ITALIEN
Alessandro Schiattarella, wurde 1982 in Neapel geboren. Mit zwölf Jahren begann er an der Movimenteo Danza, einer kleinen Tanzschule in seiner Nachbarschaft, zu tanzen. Bereits ein paar Jahre später wurde er ausgewählt, die angesehenste italienische Tanzschule zu besuchen: Die Scuola del Teatro alla Scala in Mailand. Seine Ausbildung schloss er 2010 ab, als er in die Schule Rudra Béjart in Lausanne eintrat. Während er nebenbei Ballett und Modern Dance weiterstudierte, bildete er sich auch im Opernsingen, Perkussion, Theater und Martial Arts fort. 2002 begann Schiattarella seine Karriere als professioneller Tänzer. Er arbeitete mit vielen international renommierten Tanzkompanie, wie the Bejart Ballet Lausanne, Ballet Du Grand Theatre de Geneve, Scapino Ballet Rotterdam, Theater Bern und Ballett Basel. In letzter Zeit hatte er die Möglichkeit auch andere Aspekte des Tanzes und der Performance kennenzulernen, indem er Workshops leitete und seine eigenen Arbeiten choreografierte und performte. Seit März 2014 ist Schiattarella als freier Tänzer in Basel tätig.
SCHWEIZ
Die Freie Theatergruppe STATT-THEATER besteht seit 2007. Ein fester Kern von professionellen Theatermachern, die für Regie, Sound, Bühne, Kostüme, visuelle Effekte und die Produktionsleitung verantwortlich sind, arbeitet mit einem wechselnden Team von Schauspielerinnen und Schauspielern zusammen. Es ist ein Anliegen der statt-theater Produktionen, junge und erfahrene Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Profis und theaterversierte Laien zusammenzubringen. Bei den Projekten von statt-theater wird von bestehenden literarischen Stoffen ausgegangen, von Dramatisierungen grosser Romanvorlagen, aus denen eigene szenische Fassungen und Formen entwickelt werden. Die Gruppe greift auf Themen zurück, die für Menschen jeder Zeit von Bedeutung sind, auch wenn sie in einer andern Epoche oder in einer fremden Welt spielen. Wie durch einen fernen Spiegel soll ein tieferes Verständnis für die angesprochene gesellschaftliche Problematik gefunden werden, jenseits aber nicht abgehoben von der Tagesaktualität.
SCHWEIZ (WAADT)
Wurde 1957 in Algerien geboren und wuchs die ersten fünf Jahre dort auf. Später zog er nach Lausanne, wo er Zeitgenössischen Tanz studierte bevor er nach Paris ging, um seine Ausbildung weiterzuverfolgen. 1986 gründete er seine Companie in der Region Lausanne, die ihr eigenes kreatives Repertoire entwickelte und aktiv an der Etablierung einer zeitgenössischen Tanzszene in der Schweiz beteiligt war. 1995 konnte die Companie Philippe Saire ihren eigenen kreativen Arbeitsplatz eröffnen, das Théâtre Sévelin 36 in Lausanne. Das Theater verschrieb sich dem Zeitenössischen Tanz und hatte internationale Performances, wie auch lokale Tanz-Acts zu Gast, um auch lokale Companien zu fördern. 1998 wurde Phillipe Saire mit dem «Gran Prix» von der Fondation Lausanne für die Unterstützung künstlerischen Schaffens ausgezeichnet. Ab 2003 unterrichtete Saire an der westschweizer Schule für Theater «Manufacture» das Fach Bewegung. Die Companie von Phillipe Saire hat 31 Stücke produziert mit mehr als 1000 Aufführungen in 180 Städten und Orten in Europa, Asien, Afrika, dem mittleren Osten und Amerika. Neben den Bühnenstücken bespielt die Companie häufig auch Ausstellungen in Kunstgalerien, Gärten, urbane Räume und andere Plätze im Freien.
SCHWEIZ (BASEL)
David Speiser wurde 1984 geboren und lebt in Basel. Die Liebe zum Tanztheater entdeckte er in Jugendclubs am Theater Basel (Leitung: Beatrice Goetz) und der Produktion STRAMGE DAYS, INDEED (Choreographie: Ives Thuwis) am Jungen Theater Basel. Er absolvierte die Ausbildung als Tänzer und Performer an der Schule Bewegungsart in Freiburg i.B. Danach wirkte er bei verschiedenen Projekten mit. Beim Stück SAND von Sebastian Nübling und Ives Thuwis in der Kaserne Basel war er als Tänzer dabei. Er war Choreographieassistent bei dem Stück MÄNNER von Ives Thuwis sowie Choreograph bei dem Stück CAMP CÄSAR unter der Regie von Daniel Wahl im Römertheater in Augusta Ruarika. Er war Teil des Ensembles Between Lines in Solothurn und performte in diversen Projekten wie BODIES IN URBAN SPACES von Willi Dorner in Basel und HEIMATSCHAUER von Salome Schneebeli im ROXY. Mit seiner Schwester entwickelte er das Stück WIR.LEBEN.ZWEI.PUNKT.NULL, das am Pina Bausch Theater in Essen, am Theater Basel und am 1. Schweizer Jugend Theater Festival in Aarau gezeigt wurde und das im März unter dem neuen Namen GROSSER BRUDER in Zusammenarbeit mit dem Vorstadt Theater Basel (Endregie: Matthias Grupp) überarbeitet und gezeigt wurde.
SCHWEIZ
Nick Nobody ist als Gitarrist und Sänger bei solchen Bands wie Sweet N' Tender Hooligans, Nobody Reads und David Max And The Sons Of The Void bekannt. Mit seinem unverkennbaren Jangly-Twangigem Gitarrenspiel macht er jeden Gehörgang ein wenig tauber. Sandro Corbat: Musikstudium als Gitarrist an der ACM in Zürich. Als Musiker und Komponist in freien Theaterproduktionen tätig (z.B. Winkelwiese Zürich, TKZ Winterthur). Spielt in Bands wie Scratches, SandroP und Victor Hofstetter. Und ist auch noch Gitarren- und Musiklehrer. Behandelt bei Starmachine mit seiner ganzen Musikalität die Bassgitarre. Lukas ‚Luke’ Gähwiler spielt seit jungen Jahren in verschiedenen Bands Schlagzeug, betätigt sich beruflich im Filmbusiness und ist wie die andern auch Gründungsmitglied von Starmachine. Ein unglaublich zuverlässiger Musiker und Kollege. Chris Moerikofer ist von Berufs wegen Schauspieler und Regisseur und arbeitet neben freien Projekten als Dozent an der ZHdK. Er spielt (schon lange) Keyboards und (seit neustem) Gitarre und hostet regelmässig Karaoke-Abende.
SCHWEIZ (BASEL)
Ute Sengebusch wurde 1980 geobren und studierte Schauspiel an der Hochschule Zürich Musik und Theater und schloss 2003 mit dem Diplom ab. Sie arbeitet freischaffend als Schauspielerin und Sprecherin, seit 2012 auch als Regisseurin. Gespielt hat sie u.a. am Theater Basel, Fabriktheater Zürich, Theater an der Winkelwiese Zürich, Theater Chur, Junges Schauspielhaus Zürich, Dschungl Wien, sowie an diversen Festivals im In- und Ausland. Mit der Gruppe Firma für Zwischenbereiche (FfZB) realisiert sie eigene Projekte, z.B. WART SCHNELL am Vorstadttheater Basel, STÖRENFRIEDEN in Koproduktion mit dem Festival Wildwuchs 2013, WO IST LUNA? in Koproduktion mit dem Vorstadttheater Basel.
Sanjugodo ist ein interdisziplinäres Kunstkollektiv, gegründet von Kihako Narisawa und Jeremy Nedd. Die beiden Tänzer, Choreografen und Designer haben sich getroffen, um ihre gemeinsamen Interessen für performative Arbeiten, zu teilen, die das Genre hinterfragen und herausfordern. Dieses Ideal versucht Sanjugodo zu erreichen, indem sie Arbeiten entwickeln, die Künstler aus unterschiedlichen Feldern zusammenführen. Neue Einflüsse und Austausch erlauben es, die Erfahrung des künstlerischen Prozesses zu leiten.
SCHWEIZ / DEUTSCHLAND
Schauplatz International wurde 1999 gegründet. Seit 2001 besteht die Gruppe im Kern aus Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl, Lars Studer und Martin Bieri (bis 2014) und arbeitet regelmäßig mit anderen Künstlern zusammen. Die Gruppe agiert von Bern und Berlin aus und hat in den vergangenen 15 Jahren an vielen Festivals und Gastspielhäusern, Staats- und Stadttheatern gastiert. Dabei sind über 50 Stücke, Performances, Aktionen, Filme und Hörspiele entstanden.
SKART (Schröppel Karau Art Repetition Technologies) sind Philipp Karau und Mark Schröppel, die sich im Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen kennengelernt haben und gemeinsam multimediale, von bildender Kunst ebenso wie von elektronischer Musik geprägte Theaterprojekte verwirklichen. In wechselnder Zusammenarbeit mit befreundeten Künstlern kultivieren sie eine collagierende Arbeitsweise. SKART-Stücke sind irritierend-herausfordernde Bilder- und Textreigen, die sich sowohl an tradierten Klischees, als auch am kollektiven, (pop-) kulturellen Gedächtnis Westeuropas abarbeiten um gängige Sehgewohnheiten zu hinterfragen. Ihrer Ästhetik ist ein gebrochener und lustvoller Rock ‘n‘ Roll- Habitus inhärent, der von Jugendkulturen genauso beeinflusst ist, wie von den historischen Avantgarden und der Pop Art.
SCHWEIZ
Selina Thüring begann am Theater Basel als Choreographieassistenz und tanzte am jungen Theater Basel unter der Regie von Ives Thuwis. Im 2014 schloss sie ihren Bachelor of Arts an der Scuola Teatro Dimitri ab. Sie gewinnt während ihrer Ausbildung den Studienpreis der Migros Kultur Prozent in Physical Theatre. Im Jahr 2015 lernte sie in Sao Paulo, Brasilien unter anderem bei den Tanzkompanien Fragmento de Danca oder Perversos Polimorvos und bildete sich im Intensive Course für Choreographie an der SNDO in Amsterdam weiter.
Seit 2015 wirkt sie in der Tanztheater Kompanie Tiziana Arnaboldi im Teatro San Materno in Ascona und arbeitet zur Zeit mit der Choreographin Angela Lamprianidou für die Produktion APOINTMENT ON STAGE im Ballhaus Ost Berlin. Dieses Jahr führte sie ihre erste Regie für das Physical Theatre Stück GESTRANDET mit dem ihre Kompanie Wal dieses Jahr und im 2017 tourt. Sie ist an der Theaterarbeit mit Randgruppen interessiert und entwickelt zur Zeit im Flüchtlingslager Spandau in Berlin ein Tanztheaterstück mit Flüchtlingen.
Raúl Vargas Torres (Master in art. Dimitri Academy) is a circus and physical theatre performer, artistic advisor and teacher from Colombia. His creations are a journey between dance, theatre and circus. In the beginning, his learning was practically all self-taught, allowing for the unorthodox mixture of many disciplines and the prioritization of a multi cultural creativity. In 2002, he, his brother, the performer and shoe maker Jacob Vargas and the theatre director and dramatic advisor Felipe García, started a research work around the performative language of circus.
JAPAN/HOLLAND/SPANIEN
Track3 ist eine Tanzgemeinschaft, die im Mai 2015 gegründet wurde. Izumi Shuto aus Japan, Myronne Rietbergen aus Holland und Samuel Déniz Falcón aus Spanien fühlten sich durch sich überlappende Interessen, ähnliche Vorstellungen von Kreativität und gemeinsame berufliche Erfahrungen miteinander verbunden. Bisher haben sie an verschiedenen Häusern gearbeitet, z.B. in der Schweiz am Tanz/Luzerner Theater und Konzert Theater Bern sowie im Ausland. Sie wollen innovative und einmalige Projekte auf die Beine stellen, die ihre Signatur tragen. Shuto, Rietbergen und Falcón möchten mit ganz unterschiedlichen Strategien, Stilrichtungen und Ideen arbeiten und ihre Recherche kontinuierlich weiterführen. Sie werden sich selber gegenseitig herausfordern und dabei einerseits das Persönliche bewahren, andererseits gemeinsame Entscheidungen treffen und ein Team bilden.
SCHWEIZ (AARGAU)
Seit Herbst 2012 leiten Olivier Keller, Regie, Patric Bachmann, Dramaturgie, Pascal Nater, Musik und Erik Noorlander, Szenografie das Theater Marie. Ihre inhaltlichen und formalen Schwerpunkte sind Geschichten, Diskurse und Orte. Sie arbeiten mit einem Pool Theaterschaffender zusammen, die jeweils für die Produktionen engagiert werden.
2013 entstanden KINO MARIE als Hommage an das ehemalige Kino Central Suhr, dem Produktionsort von Theater Marie, die dokumentarische Recherche über den Zusatz von Aromastoffen in Lebensmittel VON DER SCHLEICHENDEN VANILISIERUNG DER GESELLSCHAFT sowie die Romanadaption HARRY WIDMER JUNIOR nach Alex Capus’ Roman GLAUBST DU; DASS ES LIEBE WAR? Im April 2014 bringt Theater Marie die Schweizer Erstaufführung von DER GROSSE GADSBY von Rebekka Kricheldorf auf die Bühne des Kurtheaters Baden und inszeniert im Herbst die Uraufführung von Klaus Merz’ DER ARGENTINIER. Theater Marie wurde 1983 als Theater M.A.R.I.A. gegründet. Theater Marie ist ein kleines professionelles Tourneetheater ohne festen Spielort, das für Gastspiele an verschiedenen Theatern und Festivals im In- und Ausland engagiert wird und Koproduktionen mit diversen in- und ausländischen Partnern macht.
SCHWEIZ (BERN)
Die erfolgreichen Choreografen, Tanzpädagogen und Tänzer Misato Inoue und Félix Duméril gründeten 2006 ihr eigenes Kollektiv T 4 2 DANCE PROJECTS. Ihre Produktionen sind geprägt von Humor, dem Sinn für skurrilem, dem interkulturellen Austausch und spartenübergreifenden Arbeiten. Dies zeigt sich auch in der Zusammenarbeit mit Künstlern und Künstlerinnen wie Kathy Brunner, Peter Aerschmann, Simon Ho, Yves Ribis, Kaori Ito, Michael Mannion, Kevin Richmond, Guy Jost.
Sie engagieren sich für eine vielfältige schweizerische Tanzszene, wie zum Beispiel bei Das Tanzfest. Ihre Produktionen sind erfolgreich und führen die beiden Tänzer rund um den Erdball: Tschechien, Russland, Frankreich, Irland, Kanada, Japan, USA, Thailand, Südafrika, Serbien, Ungarn, Grossbritannien und Kroatien.
2010 erhielt T 42 DANCE PROJECTS das OFF STAGE Stipendium des Kantons Bern. 2011 gewann das Tanzkollektiv für „ANOTHER CHOPSTICK STORY den Jury-Preis, den Publikums- preis und den zweiten Platz für Choreografie am Internationalen Choreographie Preis von Belgrad (SRB). 2012 erreichten die beiden Künstler den 4. Platz beim Internationalen Choreographie Preis NO BALLET in Ludwigshafen (D). 2013 wurde der Trailer von TOUR D'HORIZONT bei Side by Side Video Dance Competition nominiert. In diesem Jahr ging ausserdem der zweite Preis für die Choreographie des 17. International Festival of Choreographic Miniatures an Misato Inoue (Choreographie und Tanz) für BLACK SWAN.
SCHWEIZ (ZÜRICH)
Theater HORA wurde 1993 vom Theaterpädagogen Michael Elber gegründet. Zielsetzung ist nach wie vor, die künstlerische Entwicklung von Menschen mit einer geistigen Behinderung zu fördern und ihnen auf einem professionellen Niveau zu ermöglichen, ihr aussergewöhnliches Können einem breiten Publikum zu zeigen. Die erste HORA-Produktion entstand frei nach Michael Endes Roman «Momo»; die darin vorkommende Figur des Meister Hora gab auch dem Theater seinen Namen. Seitdem hat Theater HORA, ab 1998 auch mit Gastregisseur/innen und –choreograf/innen, weit über 50 Theaterprojekte realisiert. Zudem entstanden Kunstausstellungen, Musikprojekte (allen voran 2005 die HORA’BAND) und internationale Theaterfestivals (wie OKKUPATION!). Seit 2009 bietet das Theater Menschen mit einer geistigen Behinderung auch eine Schauspiel-Ausbildung an.
SCHWEIZ (BASEL)
UND, Utz Nielsen Duo sind die Performerinnen und Choreografinnen Pascale Utz und Marie-Louise Nielsen. Das Duo wurde 2011 gegründet und vereint die gemeinsame Herangehensweise an prozessorientierte Kunst. Seit Beginn der Kooperation beschäftigt sich UND mit choreografischer Recherche und Kreation von Duetten. UND initiiert, produziert und performt seine eigenen Kreationen mit Fokus auf die Realisierung von zeitgenössischem Tanz und Performancekunst. Das Duo hat seine Basis in Basel (CH) und arbeitet international. UND arbeitet mit theoretischen und kulturellen Thematiken, welche eine nicht-narrative Übersetzung im Ausdruck finden. Die Priorität des Duos ist es, für jedes Projekt auf unterschiedliche Art und Weise zu erfinden und zu recherchieren und in den Umsetzungen den Zusehenden Raum für eigene Assoziationen und Erinnerungen zu lassen.
Als Teil des Künstlerinnenkollektivs unPAInted kreieren Melina Toelle und Ines Kiefer seit eineinhalb Jahren gemeinsam mit Veronica Goetz und Rebecca Shagerstrom Performance,- und Fine arts-Künstlerinnen Stücke, welche eine Auflösung von Hierarchien konstruieren. Dies geschieht sowohl inhaltlich als auch im Einsatz der Darstellungsformen. Die Künstlerinnen schaffen mit ihren Projekten einen Raum, der anders ist als durch 300 Jahre Kapitalismus und 5000 Jahre Patriarchat vorgegeben. Es entstehen performative Abende, welche neben Tanz auch Videoinstallationen und Fotokunst einsetzen. Ebenso anti-hierarchisch gestaltet sich der Einbezug der Zuschauer. Die Grenzen des dichotomen Zuschauer-KünstlerInnen-Verhältnisses werden aufgebrochen. Zuschauer befinden sich plötzlich mitten drin und werden Teil des Geschehens. Das Stück ALL OF US, welches sich auf Tanzperformance beschränkt und eine klare Trennung zwischen Publikum und Performerinnen vornimmt, stellt eine Ausnahme dar. Die Reduktion der Darstellungsweise auf dieses Setting ist bereits eine erste Auseinandersetzung mit der Thematik des Stückes. Das Verständnis von Depression als Folge von Repression, welches erstmal keinen Einsatz von weiteren Medien zulässt und nur innerhalb hierarchischer Strukturen möglich ist.
Das internationale Kollektiv trifft sich mehrmals jährlich in verschiedenen Ländern um neben der Recherche für ihre Projekte, gemeinsam an der Konzeption, Inszenierung und Darstellung ihrer politisch motivierten Stücke zu arbeiten. Nach ihrer diesjährigen Tour mit Performances in München, Göteborg und Berlin, ist ein Teil des Kollektivs nun mit dem Stück ALL OF US im ROXY zu sehen.
Julian Vogel hält einen Bachelor der Academy for Circus and Performance Art (ACaPA) mit Spezialisierung in Diabolo. Davor studiert er Psychologie und Kunstgeschichte an der Universität Bern. Er ist Mitbegründer der Cie. Trottvoir und KLUB GIRKO und entwickelt einige künstlerische Projekte mit diesen Compagnien. Julian ist Teil anderer Projekte (u.a. PANAMA PICTURES, Cie SH) als Performer und Coach. Er komponiert und produziert elektronische Musik für internationale Zirkus- und Tanzcompagnien. Julian ist vielseitig interessiert und eignet sich Können auch autodidaktisch an.
Sein Lerneifer ist ungebrochen. Das beeinflusst auch seine Arbeitsweise für CHINA SERIES, wo er als kreativer Kopf involviert ist in Idee, Konzept, Bühnenbild, Musik, Technik und Produktion. Sein akademischer Hintergrund und starkes Interesse in Philosophie und Physik eröffnen ihm breite künstlerische Aktionsfelder und geben ihm ein Wissen, das er dann zu etwas ganz Eigenem kombiniert. Er wurde unter anderem unterrichtet und beeinflusst von Roman Müller, Alexander Van Turnhout, Breno Caetano, Nicanor DeElia, Darragh McLaughlin und Jonas Althaus.
ITALIEN/SCHWEIZ
Marco Volta wurde 1969 in Turin (I) geboren. Ausgebildet an Tanzschule Lo Studio Turin/IT tanzte Marco Volta in diverse Theater und Freischaffende Tanzkompanien u.a. Theater Hildesheim, Theater St.Gallen, Theater Freiburg/Heidelberg, Anna Huber, Joachim Schlömer, CoisCéim Dance Theatre, Compagnie Drift, Hermesdance und MIR Compagnie. Seit 2003 unterrichtet er an Kunsthochschulen und Trainigsstätten für professionelle Tanzschaffende. Neben seinen Engagements als Tänzer hat Marco Volta als Choreograph verschiedene Werke geschaffen.
Marco Volta arbeitet auch mit Jugendlichen und Kindern u.a. miniMIR Education Tanzprogramm, Tanz und Kunst Königsfelden, Bühnentiger Hermesdance.
2014 Abschluss DAS TanzKultur (Diploma of Advanced Studies) an der Universität Bern.
Maroussia Ehrnrooth studierte klassischen, Jazz- und zeitgenössischen Tanz am Conservatoire populaire de Genève. Danach verfolgte sie ihre Ausbildung in zeitgenössischem Tanz an der Studio Bains Schule in Genf und weiter in Marchepied, Lausanne. Neben ihrer Ausbildung trainierte Maroussia ihre Fertigkeiten in Hip-Hop. Aktuell arbeitet sie mit zahlreichen Tanzkompagnien in zeitgenössischem Tanz und Street-Dance zusammen.
DEUTSCHLAND/SCHWEIZ
vorschlag:hammer (Zürich/Duisburg/Berlin) sind dafür bekannt geworden, mit minimalistischen performativen Mitteln das klassische Erzähltheater zu modernisieren. Ihr Ansatz zeichnet sich vor allem durch einen unzynischen Blick mit postironischer Haltung aus, aus der heraus sie ihre Arbeiten mit viel Witz, Klugheit und dem (bewussten) Charme des Unperfekten anreichern.
Die langjährige Partnerschaft mit dem ROXY, gefördert durch den Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, ermöglichte 2019 die Umsetzung des Birsfelder Krimis TWIN SPEAKS
Die Gründungsmitglieder von vorschlag:hammer - Kristofer Gudmundsson, Gesine Hohmann und Stephan Stock - studierten Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und Schauspiel in Bern und Zürich.
Die erste Produktion der Gruppe, VOM SCHLACHTEN DES GEMÄSTETEN LAMMS UND VOM AUFRÜSTEN DER AUFRECHTEN (2009), wurde auf zahlreichen Festivals im deutschsprachigen Raum gezeigt und 2010 mit den Jurypreisen beim Körber Studio Junge Regie am Thalia Theater in Hamburg, sowie beim 100° Berlin im HAU ausgezeichnet. Es folgten die Produktionen TEARS IN HEAVEN (Eingeladen zum Best OFF - Festival Freier Theater Niedersachsen 2013) und Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition am Berliner Ballhaus Ost. Seit der Spielzeit 2012/13 ist vorschlag:hammer im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes Artist in Residence am Düsseldorfer Schauspielhaus. Dort premierte im April 2013 die Inszenierung STALKER. Mit Stephan Stock und Kristofer Gudmundsson befinden sich Mitglieder von yuri500 - dem Publikumsgewinner des Treibstoff Festivals 2013 - mit im Team.
SCHWEIZ (BASEL)
Die in Basel gegründete Volksbühne Basel ist aus einer Gruppe pionierhafter KünstlerInnen - Theaterleuten, MusikerInnen und TänzerInnen - gewachsen, die sich seit vielen Jahren in ihrer künstlerischen Arbeit mit Interkultur auseinandersetzen.
Die Volksbühne Basel begreift die Vielfalt der Milieus und Herkünfte, die die städtische Gesellschaft heute bestimmen, als Reichtum, der im kulturellen Leben sichtbar werden soll. Wir wollen Volkstheater neu erfinden und es mitreissend und kontrovers mit Leben füllen. Interkultur ist eine lebendige Realität unter uns. Wenn wir die Dynamik und die Grenzüberschreitungen zwischen Kulturen begreifen wollen, dann brauchen wir sowohl die Kenntnis derjenigen, deren Biografien mit Migration verbunden sind, als auch der Ansässigen, deren Heimat durch die Bewegung der Anderen unweigerlich mitbewegt wird. Die Volksbühne Basel will inhaltlich neue Felder erkunden, die sich kritisch damit auseinandersetzen was es heisst, Individuum in einer dynamischen Gesellschaft zu sein. Wir suchen und erforschen neue Inhalte und Stile in differenzierter Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, mit Traditionen und der Reflektion darüber in welcher Umgebung wir uns bewegen. Wir alle tragen verschieden Kulturen in uns. Hinter der Frage nach Herkunft und Heimat eröffnet sich ein Raum, der voll ist mit persönlichen Geschichten. Von diesen Geschichten wollen wir erzählen, sie auf der Bühne entfalten und sichtbar machen.
ENGLAND
The vacuum cleaner ist ein Kunst- und Aktivisten-Kollektiv aus einer Person. Er bedient sich verschiedenen kreativen, legalen und illegalen Strategien, um Machtverbindungen herauszufordern und zu stören. Mit site specific Performances, Interventionen auf der Strasse und Filmen unterstützt The vacuum cleaner das Publikum soziopolitische Anliegen, wie Konsumverhalten und die Diskriminierung von psychischen Krankheiten, zu formulieren. Von Ein-Mann-Shows zu grossangelegten partizipativen Aktionen, schwankt sein Einspruch von subtil zu extrem, aber immer ehrlich, provokativ und verspielt. Die Arbeiten von The vacuum cleaner wurden in ganz England, zum Beispiel in der Tate Modern, dem ICA oder der Liverpool Biennale und auf BBC4, Channel 4 und auf Arte gezeigt. Regelmässig präsentiert er seine Arbeiten auch international auf Strassen und Kunsträumen.
SCHWEIZ
Das Perfomance-Kollektiv We Ate Lobster wurde von Deborah Neininger und Laura Lienhard und arbeitet in verschiedenen Konstellationen. Der Umgang mit interdisziplinären performativen Formen sowie ein kollektiver Entwicklungsprozess sind für We Ate Lobster zentral. Das Kollektiv glaubt daran, dass sich im Theater und in der Performance auch scheinbar nicht vereinbare Kunstformen durchdringen können. Zuletzt in Basel mit KOMM AUF MEINE SEITE am Treibstofffestival 2015.
SCHWEIZ
Rebecca Weingartner studierte Tanz in Zürich (ZTTS) und Arnheim (ARTEZ), sowie Bewegungstheater in Amsterdam (AHK). Sie arbeitete mit Choreografen wie Tabea Martin, Cie. 7273 und Anna Röthlisberger. Als Tänzerin für SIWIC, den internationalen Weiterbildungskurs in Choreografie am Tanzhaus Zürich, arbeitete sie zudem mit Philippe Saire, Reinhild Hoffmann und Nigel Charnock. In der Spielzeit 2011/12 war sie im Ensemble der Tanzkompagnie am Theater St.Gallen. Im Rahmen der Carte Blanche des Theater Roxy erarbeitete sie 2012 gemeinsam mit dem welschen Performer Léonard Bertholet das Stück THE BEST IS YET TO COME. Ihre jüngste Arbeit, das Solo HOPE INSTRUCTIONS entwickelte sie im Rahmen von 10min20max am Tanzhaus in Zürich.
SCHWEIZ (BASEL)
Es verbünden sich die zwei Theatermacherinnen und Autorinnen Ivna Žic und Natascha Gangl, und es verbünden sich Ivna Žic, Martina Mahlknecht und Sophie Reble als kontinuierlich zusammenarbeitendes Team, um das ROXY gemeinsam mit dem Musiker Matija Schellander, den Schauspielerinnen Vivianne Mösli und Franziska Dick und einem Orchester zu okkupieren und zu besetzen (HAUSBRUCH. EINE PANDEMIE).
Zic, Schütz, Ulbricht & Brunner sind Ivna Zic, Marie Ulbricht, Katja Brunner und Amadea Schütz. Ursprünglich aus unterschiedlichen Theater- und Performancebereichen kommend, realisieren sie in dieser Konstellation, gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Martina Mahlknecht, der Kostümbildnerin Sophie Reble und dem israelischen Musiker Daniel Sapir erstmalig zusammen ein Projekt (Wir haben nicht am Anfang begonnen, sondern in der Mitte). Ihre Ausdrucksweise schöpfen sie aus dem Dialog ihrer unterschiedlichen künstlerischen Hintergründe sowie dem gemeinsamen Interesse an der Suche nach Narrationsstrategien von Biographie.
KROATIEN
Petra Zanki ist eine Tänzerin und Performerin aus Kroatien. Nach ihrem MA in den vergleichenden Literaturwissenschaften und Französisch studierte sie Theater und performing arts an der Sorbonne Nouvelle in Paris. Sie arbeitete mit bekannten kroatischen und slowenischen Gruppen und Regisseuren wie Oliver Frljić, Montažstroj, Shadowcasters and Via Negativa zusammen. 2010 gewann Petra Zanki bei der 11. Ausgabe der Plattform für junge Choreografen den Preis als beste kroatische Choreografin. Gegenwärtig arbeitet sie zusammen mit Tea Tupajić an dem Stück THE CURATOR'S PIECE und dem Antibodies-Zyklus, den sie mit Britta Wirthmüller ins Leben gerufen hat. Dieser Zyklus beschäftigt sich mit Andersartigkeit und Verschiedenheit und beabsichtigt neue Perspektiven auf den marginalisierten, geringschätzten und versteckten Körper - und seinen Verhaltensweisen - des durchschnittlichen Menschen zu eröffnen. Dies erweitert gleichermassen den Bereich des Tanzvokabulars und seiner Wahrnehmung und redefiniert, was als Tanz aufgefasst werden kann. Dem bereits akzeptieren Kanon des zeitgenössischen Tanzes werden dazu neue und andersartige Aspekte von Tanzpraktiken und Tanzfähigkeiten einverleibt.
Mit OLOID haben die beiden Musiker Christian Zehnder (Stimmhorn, Kraah) und Gregor Hilbe (Tango Crash, Vienna Art Orchestra) ihr erstes gemeinsames Projekt realisiert. Ihr konzeptionell durchdachtes, dabei stets lebendiges Werk vereint Traditionen verschiedener Epochen und transzendiert sie in die Gegenwart. Mit Stimme, Schlagwerk und den archaischen Sub-Bässen ihrer hölzerener "Organ Mouth-Pipes" umkreisen sie das magische Oloid und verbinden in ihrem Klangwerk Roots- mit Avantgarde-Musik zu einem eigenwilligen Erlebnis - fern jeglicher Stilbegriffe. Eigentlich leben die beiden in ihrer Radikalität vereinten Künstler in ständiger Opposition zueinander.
Der Kosmopolit und Schlagzeuger Gregor Hilbe bewegt sich kompromisslos im freien Fall zwischen Symbiosen aus Jazz-Avantgarde und Elektronik. Christian Zehnder dagegen findet man im Grenzraum der entfesselten, archaischen und unergründlichen Emotionalität der menschlichen Stimme. So haben beide ihren eigenen, unverwechselbaren künstlerischen Kosmos, welcher gegensätzlicher nicht sein könnte. Gerade hier entfacht sich das Interesse der Musiker aneinander und lässt ihre musikalischen Systeme, u.a. mit einem eigenwilligen Instrumentarium wie ihre ”Organ Mouth Pipes”, in ein neues Ganzes expandieren.Gregor Hilbe wie auch Christian Zehnder sind in ihrer Ausdrucksweise als Musiker nur schwer einzuordnen. Beide sind stilistisch unverkennbar - aber in gängige Genres kaum anzusiedeln.
SCHWEIZ
Ivna Zic, 1986 geboren in Zagreb, aufgewachsen in Basel und Zürich, studierte 2006-2011 am Institut für angewandte Theaterwissenschaft in Giessen und Schauspielregie an der Theaterakademie Hamburg. In der Spielzeit 2007/2008 nahm sie am Autorenprojekt Dramenprozessor teil. 2011-2013 studierte sie Szenisches Schreiben bei uniT Graz. Zic arbeitet als freie Regisseurin u.a. am Luzerner Theater, Theater Kiel, Theater Bielefeld, an der Gessnerallee Zürich und am ROXY Birsfelden. In der Spielzeit 2012/2013 war sie Hausautorin am Luzerner Theater. Daneben arbeitet sie vermehrt auch in kollektiven Konstellationen, u.a. gemeinsam mit Lea Letzel sowie aktuell für das Stück ICH HABE NICHT AM ANFANG BEGONNEN, SONDERN IN DER MITTE mit Katja Brunner, Amadea Schütz und Marie Ulbricht. 2011 gewann sie den Autorenwettbewerb der Theater St. Gallen und Konstanz sowie den Förderpreis für deutschsprachige Dramatik der Münchner Kammerspiele. Ihre Stücke kamen am Theater Winkelwiese, Theater Konstanz und am Staatstheater Karlsruhe zur Uraufführung. 2013 ist Ivna Zic Stipendiatin des Literarischen Colloquium Berlin sowie Trägerin eines Werkbeitrags des Kanton Zürich. Im Sommersemester 2013 hatte sie eine künstlerische Gastdozentur an der Universität Frankfurt (Theater-, Film- und Medienwissenschaften) inne.